Evil Riot ist eine neue Band aus Norddeutschland, bei der allerdings ein paar altgediente Musiker tätig sind. Ihre ehemaligen Stationen hören auf klangvolle Namen wie u.a. Warpath, Richthofen und Endhammer. Was erwartet man da?

Erst einmal nix. Nehmen wir uns doch stets vor, sich vorurteilsfrei ans Werk zu machen. Und schiebt man die CD in den Player, wird man fast geplättet von dem fetten Groove-Sound der sich aus den Boxen schiebt. Modern und ziemlich fett klingt das Ganze, mit einem maschinellen Unterton, bei dem die tiefen Frequenzen eindeutig Vorrang haben. Ein Sound zwischen Thrash, Groove und Cyber Metal, der relativ straighte Songs hervor bringt.

Gleich der zweite Titel „Screener“ ist ein Hit vor dem Herrn, mit einem hymnischem Refrain und modernem G’schmäckle. Die Band klopft und rifft hart und zeitgemäß, während der kratzige Gesang für die richtige Portion an Garstigkeit sorgt. Das hat was und ist durchaus urbane Mucke, sie Assoziationen zu Stahlbeton, rauchenden Fabrikschloten, Neonlicht und sich selbst entfremdeten Menschenmassen zulässt.

Was Evil Riot auf ihrem Debüt „Wastland“ tun, das machen sie nicht schlecht. Leider fehlt es der Band noch etwas an Wiedererkennungswert. Aber das kann ja noch werden!

Evil Riot - Wasteland

Trackliste:
1. Mankind
2. Screener
3. For Your Own Way
4. Where I Belong
5. Again
6. Inside Of You
7. Lunatic
8. Face To Bear
9. Ship Dwelling Thoughts
10. Wasteland

Evil Riot - Wasteland (Record Jet, 13.05.2016)
3.5Gesamtwertung