Luxemburg ist zwar international nicht gerade das Musik Mekka, aber mit ELYSIAN GATES haben sie eine amtliche Band an Bord, die sich keineswegs verstecken muss. Symphonic Metal ist schon eine Weile total angesagt und es gibt viele gute Bands, die diesen Bereich abdecken (Nightwish, Delain, Epica, After Forever und und und), dennoch werden auch ELYSIAN GATES mit ihrer bereits zweiten Scheibe ihre Zuhörer finden.

Harte und melodische Töne, klarer, schöner weiblicher Gesang (aber auch mal ewas growling) und episch anmutende Songstrukturen. Nein, ELYSIAN GATES haben dieses Genre jetzt nicht revolutioniert, aber spielen ganz gut im Fahrwasser mit. Die Protagonisten dieses Sextetts beherrschen ihre Instrumente und das Songwriting ist ok – allerdings fehlt mir da etwas der Biss und das Erschlagene Riff oder DIE Killermelodie, die dich einfach fesselt. Sehr gut gelungen sind die eingestreuten Growl-Momente von Sängerin Noemie Leer (hat in ihrer Vorband die härtere Fraktion bedient). Auch von den Gitarren hätte ich gerne etwas mehr Abwechslung und vielleicht auch einfach mehr Brillianz und Können im Vordergrund. Es ist halt alles sehr auf die (sehr gute) Sängerin zugespielt.

Die Produktion ist ordentlich. Sauber und transparent, dem Genre entsprechend. Gut finde ich, das hier echte Geigen zu hören sind, ebenso wie ein richtiger Chor und nicht einfach alles zusammengesampelt wurde.

 

Unterm Strich ein gutes Symphonic-Metal/Rock Album. Die zwingenden Parts fehlen noch und die Instrumentierung könnte mehr in den Vordergrund. Es hat alles noch etwas Luft nach oben, aber Fans dieses Genres sollten unbedingt mal reinhören, alleine die Sängerin ist es wert 😉

www.elysiangates.com

 

elysian gates

 

Tracklist

1. The Awakening
2. Crossroads
3. Whispering Premonition
4. Far From Home
5. Mary Ann
6. Broken Inside
7. Human Infection
8. One Open Gate

Elysian Gates - Crossroads ( Finest Noise, 5.8.2016)
3.8Gesamtwertung