Die erste Show, welche wir vom Handwritten Mag in der Westfalenhalle in Dortmund besuchen dürfen, war dann am vergangenen Sonntag das Konzert von den Dropkick Murphys und Flogging Molly. Riesen dank dafür an Vanessa vom Prime Entertainment, die auch kleineren Mags so ne Möglichkeit geben. Stark! Gern wieder!

Der zugeloste Sitzplatz bei den genannten Bands sorgte bei mir zunächst für einen inneren Konflikt, ich weiß halt was mein Körpfer für Gefühle ausschüttet, wenn Flogging Molly im Wohnzimmer läuft. Da ich aber dann doch insgesamt mit sechs Leuten hier bin, ist das schon okay und wir machen uns die Party auf den Rängen. Überwiegend bin ich aber ja ohnehin zum arbeiten hier!

Vor den angekündigten Bands dann heute Sex Pistols Gründungsmitglied Glen Matlock, der ein halbstündiges Set alleine runterhaute. Opener für ein solches Konzert zu sein, ist sicherlich immer schwer, vor allem wenn man alleine mit seiner Akustikgitarre auf der Bühne steht. Die erfahrene Punkrocksau weiß aber sehr wohl wie er den Abend beginnen muss. Für mich nichts besonderes leider. Eine Legende auf der Bühne, fast allen Besuchern war das jedoch ziemlich egal. Schade, aber es war hier einfach zu leich zu erkennen für wen die Leute da sind und für wen halt nicht.

Heute gibt es einen strikten Zeitplan, welcher auch wunderbar eingehalten wird. Für einen Sonntagabend ohnehin das A und O. Stark! Danke!

Flogging Molly dann pünktlich um 20:45 Uhr auf der Bühne. Die sehe ich heute das erste Mal live, obwohl die Band mich sicherlich schon länger als ein Jahrzehnt begleitet. Perfekter Anlass bei einem so toll besetzten Doppelkonzert. Bei den ersten beiden Songs des Sets war der Sound der Halle einfach nur unterirdisch. Beim dritten Lied (Drunken Lullabies) wurde es dann allmählich besser, aber auch nur höchstens Relegationsplatzniveau. Ayay. Ich habe jetzt leider schon mehrfach Aussagen zum Sound in der Westfalenhalle vernommen, die auch meinen Eindruck bestätigten. Da wurde nie ein positives Wort zum Hallensound bei lauteren Bands verloren. Zumindest von den Rängen aus kann ich das nur bestätigen. Im großen und ganzen aber scheißegal, das Innenraumpublikum (ihr Glückspilze!!!) machte nun auch ordentlich Stimmung. Insgesamt eine recht ausgelassene Stimmung in der gesamten Halle – nur die Frau neben mir, machte nicht so mit. War mit ihrer Tochter da und hat das GESAMTE Konzert von Flogging Molly, als auch von den Murphys mit ihrem Smartphone samt Selfiestick gefilmt – kein scheiß. Unfassbar. Mollys mit einer Bühnenpräsenz, die man von einer Folk-Punk-Band erwartet, oftmals aber dann doch fehlt. Hier nicht: unglaubliche Power legen sie an den Tag und nehmen uns Besucher natürlich unheimlich mit. Ja! Auch uns auf den Rängen! Das Set von Flogging Molly leider zu schnell vorbei. Daher habe ich mir fest vorgenommen die Band nochmal anschauen zu gehen, wenn sie denn wieder auf Tour ist.

Der Hauptact des Abends, dann die Dropkick Murphys. Da machen die zusammen mit den Molly-Buddies mal eben die Westfalenhalle 1 voll. Unfassbar, was guter Irish-Folk-Punk-Rock so alles schafft. Alle Songs die man so erwartet werden natürlich gespielt, ein wenig wird auf den anstehenden Super-Bowl hingewiesen, Wild Rover und You´ll never walk alone werden gespielt, Shipping up to Boston und schon sind die 1 1/2 Stunden der Murphys auch wieder um.

Ein ganz kurzweiliges und mitnehmendes Konzert. Soundtechnisch und organisatorisch (gerade nach dem Ende des Konzertes und dem verlassen der Halle) wurde mir das ein oder andere Mal schon etwas schlecht. Zum Sound sagte ich schon was und die Menschenmengen, die teilweise auch echt drückten (gut, dass da nix weiter vorfällt) sind meiner Meinung nach nahezu ein no-go und lassen die Westfalenhallen in diesem Zusammenhang – für mich persönlich – in keinem hellen Licht erstrahlen.

Für mich war das erste Mal sowohl Flogging Molly, als auch die Dropkick Murphys live zu sehen, ein Erlebins an einem Abend, der gar nicht viel besser hätte laufen können. Künstlerisch einfach 1A mit dem Wunsch beide Bands noch mal live sehen zu dürfen. Danke an alle die das hier in Dortmund möglich gemacht haben!