Diverse – Metalliance Volume 4 (Hands of Blue Records, 19.02.2021)

Noch nicht mal ein ganzes Jahr ist es her, dass die liebenswerten Kollegen von powermetal.de die letzte Folge ihre „Metalliance“-Samplerreihe unters bangwütige Volk streuten. Wir heißen nun „Volume 4“ willkommen!

Auch hier hat sich am Konzept (glücklicherweise) nichts geändert: Die Redakteure wählten seltene und besondere bis exklusive Schmankerl von mehr oder weniger bekannten Szeneacts sowie hoffungsvollen Underground-Truppen bzw. Newcomern aus, welche man hier geballt der Öffentlichkeit präsentiert. Damit man auch weiß, womit man es zu tun hat, liegt der CD ein Booklet mit ausführlichen Linernotes zu jedem Titel in Deutsch und Englich bei. Wie immer wird eine ansehnliche Bandbreite an Songs geboten. Elf Nummern sowie ein Bonustrack in rund 63 Minuten wurden auf den Silberling gepresst.

Nur wenig davon hat man bisher so oder in ähnlicher Form gehört. Teilweise wurde sogar tief in den Archiven gewühlt und exklusive Aufnahmen zutage gefördert. Zum Beispiel „Blind Sun“ der Tech-Thrasher Blind Illusion. Ein etwas kurioses Demo aus dem Jahr 1981, noch mit Heathen-Sänger David White am Mikro. Ähnlich kauzig und ebenfalls bisher ungehört ist „Murder In Blue“ des Cirith-Ungol-Ablegers Falcon. Getragener und verspielter 70er-Classic-Rock, der sich komplett vom Rest abhebt.

Und wenn wir schon bei Splittergruppen sind: Die aus ehemaligen Stormwitch-Musikern bestehenden Witchbound haben sich das altbekannte „Tears By The Firelight“ der Hexen geschnappt und neu vertont. Kann man mal machen. Und damit wären wir auch schon bei den einheimischen Acts gelandet, deren Anwesenheit hier absolut überwiegt. Die modernen Groove-Rocker Johnboy haben einen bisher unveröffentlichten Track zur Verfügungen gestellt („Sweet Bitterness“), genauso wie die sich am US-Metal orientierenden Münchener Reverend Hound („Way Of The Guns“) und die Hardrocker Dark Sky aus Rottweil, die ein Demo aus dem Jahr 1989 ausgruben.

Die intensive Doom-Band Is Love Alive? stellte einen knackigen Rough-Mix des Albumsongs „Narcissistic Illusion“ zur Verfügung und Victor Smolskis’s Alamanc haben eine neue Version von „Kingdom Of The Blind“ auf Lager, die neu vom dem aktuellen Sänger Frank Beck eingeträllert wurde. Auch „Hellraiser“ der Dortmunder Mutant Proof ist eine Premiere. Die neue Band von ex-Sodom Bobby Schottkowski bietet Hardrock-lastigen, melodischen Traditionsstahl. Recht Traditionell sind auch die Bayern Skullwinx unterwegs. Als Mit-Organisatoren des kultigen Trveheim-Festvials haben sie einen Song ihrer Veranstaltungssamplers für diese CD zur Verfügung gestellt.

Richtung Skandinavien geht mit dem schwedischen Hardrockern Overdrive („Brand New Sinner“). Diese Art von Musik können sie dort einfach. Auch Tomorrow’s Outlook sind da beheimatet – nämlich in Norwegen. Zusammen mit Todd Michael Hall von Riot V gab man den Lethal-Klassiker „Immune“ zum Besten. Ein anderer (etwas verunglückter) Mix war bereits auf Ausgabe Nr. 3. Hier gibt es einen wesentlich kraftvolleren.

„Metalliance Volume 4“ bietet mal wieder eine interessante Bandbreite an Songs, von denen sicher nicht alle gelungen sind, die man sich als Paket für 9,- € aber trotzdem gerne ins Regal stellt!

 

Trackliste:
1. OVERDRIVE – Brand New Sinner
2. REVEREND HOUND – Way Of The Gun
3. Victor Smolski’s ALMANAC – Kingdom Of The Blind
4. JOHNBOY – Sweet Bitterness
5. IS LOVE ALIVE? – Narcissistic Illusion
6. DARK SKY – Creatures Of The Night
7. WITCHBOUND – Tears By The Firelight
8. SKULLWINX – Sons Of The Oath
9. BLIND ILLUSION – Blind Sun
10. MUTANT PROOF – Hellraiser
11. FALCON – Murder In Blue
12. TOMORROW’S OUTLOOK – Immune (new mix)

 

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