Auch wenn heute gesetzliches Tanzverbot gilt, Die Heart tun einiges dafür dass ihr heute die Füße nicht stillhalten könnt. Mit „Monument“ veröffentlichen Die Heart heute am Karfreitag ihre neuste EP. Ein kleinen Wermutstropfen gibt es aber, die EP hat nur drei Songs, aber die sind schon eine gewaltige Hausnummer. Es gibt wenig was mich direkt beim ersten Hören so mitgenommen hat.

Vor knapp zwei Jahren kam ihre erste EP raus, letztes Jahr im April kam mit „Stay Heart“ schon das erste Album mit dem sie für ordentlich Aufmerksamkeit sorgten und sich eine anständige Fanbase aufbauen konnten. Und jetzt, nichtmal ein Jahr später kommt mit „Monument“ schon die nächste EP. Vor knapp einem Monat veröffentlichten sie mit „Alles was du wolltest“ die erste Auskopplung der EP. Am Mittwoch folgte dann mit „Monolith“  ein Lyric-Video zur EP. Der Sound hat sich etwas verändert. Beim Album hatten sie sich noch komplett dem englischsprachigem 90’s Hardcore-Punk verschrieben. Die EP zeigt aber, dass es in eine etwas andere Richtung gehen wird.

Der größte Unterschied ist schon beim Lesen der Tracklist offensichtlich, bei „Monument“  wird deutsch gesungen. „Alles was du wolltest, war, dass die Träume sich erfüllen“, tönt aus den Boxen. Kristallklarer, deutschsprachiger Gesang, begleitet von einem Dance-Beat erster Sahne, dazu harte Gitarren und melodische Synthies. Plötzlich klassischer Hardcore mit druckvollen Shouts, brutale Drums verschwimmen mit einer Prise Elektro und einem ordentlichen Anteil Pop. Und das alles mit einer unglaublichen Leidenschaft.

Ich habe Niels bei meinem letzten Hamburg-Besuch getroffen und ihn gefragt wieso sie plötzlich auf deutsch singen.

„Wir sind Anfang Oktober ein paar Tage nach Amsterdam gefahren und haben uns in einem kleinen Vorort namens Holy Sloot ne Hütte gemietet, Laptop und Aufnahmebesteck eingepackt und einfach mal drauf losgespielt.

Bei ’ner Krokette und ’nem Glas Hertog Jan diskutiert man kreativen Output und versucht, eins und eins zusammen zu bringen. Und nach diversen anderen Bieren probiert man dann mal Dinge aus und brüllt deutsche Freestyles ins Mikrophon.

Wenn man sich dann am nächsten Morgen beim (Kater-) Frühstück mit leicht pochendem Kopf die Aufnahmen nochmal anhört und merkt, dass es nicht nur betrunken eine gute Idee war, setzt man sich dran, Texte zu entwickeln und umso mehr wir uns in die Materie eingearbeitet haben, umso mehr konnten wir uns damit identifizieren und zack- macht man Musik auf deutsch…

Es ist eben auch einfach die Sprache, in der wir denken und uns so ausdrücken können, wie wir es möchten.“

Zur EP-Veröffentlichung veranstaltet Die Heart am 31.3. und 1.4. ein kleines Mini-Release-Festival über zwei Tage in der Bar 227 in Hamburg. Die Details dazu findet ihr hier. Tickets gibt es im Shop und überall wo es sonst auch Tickets gibt. Lasst die Osterfeuer brennen, kommt lieber nach Hamburg und fackelt zusammen mit Die Heart ein Feuerwerk ab.

Mit „Monument“ ist den Hamburger Jungs auf jeden Fall ein kleines Meisterstück gelungen. So muss deutschsprachiger Metelcore klingen, das macht Lust auf mehr und es erschwert sich am heutigen Karfreitag ans Tanzverbot zu halten. Bei mir laufen die drei Tracks seitdem ich sie bekommen habe in Dauerschleife und steigern die Vorfreude auf das hoffentlich bald kommende Album. Ich halte euch auf dem Laufenden. Anhören könnt ihr euch das gute Stück z.B. bei iTunes oder Spotify

Trackliste

  1. Monolith
  2. Alles was du wolltest
  3. Unser Leben

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Die Heart - Monument [EP] (NoCut, 30.03.2018)
4.5Gesamtwertung