Hand aufs Herz, wem waren die letzten Accept-Alben auch etwas zu steril und einfach zu wenig Dirkschneider? Wem es so geht, der bekommt jetzt Hilfe aus Schweden. Devil’s Gun veröffentlichen nun ihr zweites Album und haben genau den Sound und die Stimme drauf, welchen die Solinger Stahlkocher uns auf unsterblichen Alben wie „Metal Heart“ und „Balls To The Wall“ um die Ohren geblasen haben.

Schon die ersten Riffs des Albums „Sing For Chaos“ dröhnen so richtig schön oldschoolig durch den Äther. Und dann kommt der Gesang! Hier nimmt man unweigerlich das Album in die Hand um zu schauen ob hier Udo Dirkschneider am Werk ist. Ist er nicht, aber Sänger Joakim Hermannsson klingt zumindest wie ein naher Verwandter von Udo.

„Killing Machine“ läuft locker in die Gehörgänge und die Riffs, Soli und die donnernden Rhythmen fräsen sich nachhaltig ins Gehirn. Herrlich, Accept waren schon lange nicht mehr so gut! Sorry, sind ja gar nicht Accept!

„Tear Down The Wall“ macht im gleichen Stil weiter. Nur nehmen Devil’s Gun hier noch ein wenig mehr Fahrt auf. Das macht Spaß! Mit dieser Art von Hochenergiemetal macht die Band dann auch auf fast dem kompletten Album weiter. Lediglich bei „Alligator Fuck House“ nimmt man mal ein wenig Druck von der Leitung und legt einen lockeren Rock ´N` Roller vor!

Fazit: „Sing For The Chaos“ ist nicht besonders originell, dafür machen die zehn Songs des Albums aber verdammt viel Spaß, gehen locker nach vorne und klingen besser als das letzte Album dieser deutschen Band, deren Namen ich in diesem Review nicht nochmal erwähnen möchte!

 

1. Killer Machine
2. Tear Down The Wall
3. To The Devil
4. Lights Out
5. Sing For The Chaos
6. Electrical Shock
7. Queen Of Destruction
8. Alligator Fuckhouse
9. Bad To The Bone
10. On The Road

Devil's Gun - Sing For The Chaos (Black Lodge Records/Sound Pollution, 12.04.2019)
4.0Gesamtwertung