Seit ungefähr zehn Jahre sind Destination Anywhere im Auftrag des Punk Rocks unterwegs. Musikalisch ist die Band dabei recht jugendlich geblieben, zumindest klingt sie so. Dazu tragen auch die sehr stark vertreten Ska Elemente bei. Will heißen, Töne aus Blasinstrumenten bekommt man auf dem neuen Album „Unter den Wolken“ öfters geboten. Ich kann von mir jetzt nicht behaupten, dass ich ein riesiger Fan dieser Art von Musik bin, aber die Band weiß was sie macht, und dies macht sie gut.

„Komm, hör doch auf“ eröffnet das Album im Offbeat (auch das bekommt man oft zu hören), der Refrain sitzt beim ersten Hören im Kleinhirn und dies dezente eingestreuten Blasinstrumente unterstützen den Song Perfekt! „Ohne Dich“ macht mit dem gleichen Konzept weiter, allerdings legen Destination Anywhere noch ein wenig Tempo drauf.

Meine beiden Favoriten des Album sind „Gift“, was auch den dem sehr schönen Text liegt und auch das darauffolgende „Kasatschok“ rockt ordentlich. Off-Beat mit Polkaeinschlag und dies deftig vorgetragen. Passt!

Leider flacht „Unter den Wolken“ danach etwas ab. Die Band wiederholt sich oft, und irgendwann fangen die Bläsereinsätze an zu nerven. Das kann aber auch daran liegen, dass mir das mit Blasinstrumenten öfters so geht!
Destination_Anywhere_Cover

1. Komm, hör doch auf
2. Ohne Dich
3. Couchurlaub
4. Alina
5. Gift
6. Kasatschok
7. Regisseur
8. Dein Stalker
7. Zimmer in London
8. Traurig an der Bar
9. Das Gefühl
10. Totenkopf im Herz
11. Die Sterne und das Meer

Destination Anywhere - Unter den Wolken (Artist M.S. / Alive, VÖ 03.06.2016)
3.4Gesamtwertung