Die letzten Veröffentlichungen im Death Metal Sektor fand ich, freundlich ausgedrückt, langweilig. Irgendwie scheinen der Szene neue Impulse zu fehlen. Neue Impulse bringen auch die Thüringer Deserted Fear nicht wirklich ein, dafür beherrschen sie den Death Metal der alten Schule aber perfekt und konzentrieren sich auch eben genau auf die traditionellen Death Metal Töne und haben anscheinend eine Menge Spaß dabei. Und das Beste, der Zuhörer auch!

Das dritte Album der Band hört auf den schicken Namen „Dead Shores Rising“ und Deserted Fear ballern hier aus allen Rohren. Nach dem etwas schlappen Intro nimmt die Band allerdings direkt Fahrt auf. „The Fall Of Leaden Skies“ gallopiert im Midtempo durch den Äther. Dazu ein fieser Gesang und schöne schneidige Gitarren. So mag ich das!

Das man auch das schnellere Tempo beherrscht zeigt die Band beim folgenden „The Edge Of Sanity“. „Open Their Gates“ zeigt sich sehr variabel. Zwischen Highspeed-Geknatter und langsamen groovenden Passagen ist alles dabei, was der Old-School-Death-Metal-Freak so hören will.

Der Sound des Albums klingt übrigens auch nach alter Göteborg Schule, auch dies ist kein Wunder, Dan Swanö hat am Mischpult gesessen.
Es ist allerdings auch nicht alles Gold was glänzt, manchmal wiederholt die Band sich selber. Geschenkt! „Dead Shores Rising“ macht Spaß und das nicht zu knapp!

Intro
The Fall Of Leaden Skies
The Edge Of Insanity
Open Their Gates
Corrosion Of Souls
Interlude
Towards Humanity
The Carnage
Face Our Destiny
Till The Last Drop
Carry On
A Morbid Vision (Bonus Track)
The Path Of Sorrow (Bonus Track)

https://www.desertedfear.de/

Deserted Fear - Dead Shores Rising (Century Media, 27.01.2017)
4.1Gesamtwertung