Der Sandmann aus Berlin ist wieder mal so ein Songwriter, der immer wieder irgendwo auf meinem Radar aufgetaucht ist, von dem ich durchaus Konzerte in der Nähe verpasst habe und der mich beim ersten Hören seiner Musik dazu bringt, mich genau über diese ersten beiden Punkte zu ärgern.

Die auf 100 Stück limitierte CD ist allein schon wegen dem „Beipackzettel“ ansprechend, der mich nicht mit Vergleichen und drei Seiten Lob vollsabbelt. Genau wie die 5 Songs, ist der auf das wesentliche reduziert.

Aufnahmen und Produktion von den Songs könnten natürlich besser sein, aber dieses DIY-Feeling im Sound kommt bei den catchy Melodien mega charmant rüber und lässt in mir den Wunsch aufkommen den Sandman in der Kneipe meines Vertrauens mit Reisschnapps und Bier am Tresen zu hören.

Textlich geht es hier um Hinz und Kunz, Zwischenmenschliches, Herz und Kopf. Gerade der Song mit dem schlechtesten Sound und wenigsten Text („Schlösser bauen“) packt mich irgendwie besonders. Dabei bleibt der Sandmann immer melancholisch, aber wird nicht zur weinerlichen Heulsuse.

Hier ist noch deutlich Luft nach oben, aber der Anfang ist gemacht und macht Lust auf mehr! Prost!

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  1. Adrenalin
  2. Thekentheorie
  3. Taub
  4. Schlösser bauen
  5. Wege
Der Sandmann - Adrenalin EP (Last Exit Music)
3.3Gesamtwertung