Split-EPs sind ja von Hause aus immer eine Sache für sich. Für die einen ist es nix halbes und nix ganzes, für die anderen die Möglichkeit, sich für ne knappe Mark zwei Bands zu gönnen.

Beim hier vorliegenden Exemplar von Moloch aus Berlin und Der Feine Herr Soundso aus Hamburg finde ich die Idee sehr gelungen… das wird garantiert auch etwas damit zu tun haben, dass ich die Berliner sonst wahrscheinlich eher nicht hätte kennen gelernt.

Vier lupenreine Punkrock-Nummern, die kurz und knackig den aktuellen Zustand des Lebens in dieser verlorenen Welt wieder gibt… alleine der DFHS Song „Butz“ schafft es mit knapp über 30 Sekunden, dass nach kürzester Zeit alles gesagt ist und man eigentlich schon keine Fragen mehr hat.

Der Feine Herr Soundso

DFHS – Foto: Kathrin Enghusen

Lustigerweise kann Bernd Soundso auch anders, habe ich ihn doch erst am vergangenen Wochenende gemeinsam mit seiner Emo-Punk-Combo Spandau im Kliemannsland gesehen – aber hier wird, wie vor zwei Jahren beim Erstling „Beweisstück A“ zwei ordentliche Schüppen oben drauf gepackt.

Und dann ab von Hamburg nach Berlin und „Verkauft die Welt“ – sagen zumindest die vier von Moloch und erinnern mich musikalisch damit sogar ein wenig an die guten alten EA80… okay, spätestens wenn der Gesang einsetzt ist das „Licht“ (sollte hier jemand noch die Nummer der Mönchengladbacher Ur-Punks kennen!) am Ende des Tunnels erloschen ;-).

Also ich gönne mir gerne mal die eine oder andere Schüppe lupenreinen Punkrock… das die beiden Combos hier nicht den Punk neu erfinden ist auch klar, aber für eine ordentliche Runde Pogo und sechs bis acht Pils langt es auf jeden Fall – ich glaube ein großeres Kompliment kann man eigentlich nicht machen, oder?!

 

Moloch – Foto: Luzi

Titel:

A
1. Der Feine Herr Soundso – Kleinod
2. Der Feine Herr Soundso – Butz

B
1. Moloch – Verkauft die Welt
2. Moloch – Die Unsichtbaren

 

Der Feine Herr Soundso auf Facebook auf der Homepage und auf Bandcamp – und hier direkt die Seite von Moloch.