Seit dem 2016er Album „Forsaken Earth“ bin ich Fan der Thüringer Band Décembre Noir. Die Mischung aus Death und Doom Metal fasziniert mich immer wieder aufs Neue. Die Erfurter schaffen es aus im Uptempo schön doomig zu klingen. Feine Sache!

Mit „The Renaissance Of Hope“ liegt nun das vierte Album der Band vor, und auch dieses ist wieder ein dunkler Wohlklang in den Ohren. Beim Personal hat es einen Wechsel gegeben. Mit Stephan ist ein neuer Bassist in der Band.

Das hat allerdings zunächst recht wenig Einfluss auf den Sound der Band. Décembre Noir gehen den musikalischen weg der bisherigen Alben konsequent weiter, entfernen sich dabei aber immer mehr von den offensichtlichen Vorbildern, den frühen Anathema- und Paradise-Lost-Alben, und werden somit zu einer eigenständigen Marke im Death/Doom-Sektor!

„A Swan Lake Full Of Tears“ eröffnet das Album mit dunklen Riffs und beeindruckenden Growls. Der Song selber ist eher langsam und maximal im Midtempo gehalten. So entwickelt die Band aber auch eine gehörige musikalische Wucht! Das folgende „Hope/Renaissance“ schraubt das Tempo dann etwas in die Höhe. Der Titel lebt aber besonders von den melodischen Gitarrenlinien!

Mein Favorit des Albums ist „Streets Of Transience“. Der Song strotzt nur so von musikalischer Wucht, melodisch, melancholisch und irgendwie eingängig!

Ob „The Renaissance Of Hope“ das stärkste Album von Décembre Noir ist, mag ich momentan nicht beurteilen, aber es ist verdammt gut!

 

1. A Swan Lake Full Of Tears
2. Hope / Renaissance
3. Ritual And Failure
4. Streets Of Transience
5. Wings Of Eschaton
6. Behind The Scenes

Décembre Noir - The Renaissance Of Hope (Lifeforce Records, 13.11.2020)
4.5Gesamtwertung