Death Alley kommen aus Amsterdam und bringen eine Ladung Rock mit, welcher mit vielen Elementen aus dem Punk, Stoner und Psychedelic Rock angereichert worden ist. Mitglied der Band ist der ehemalige The Devil’s Blood-Gitarrist Oeds Beydals. Im Gegensatz zu seiner über den grünen Klee gehypten ex-Band geht es auf dem zweiten Album von Death Alley wesentlich bodenständiger zu.

Wer Rockmusik aus den 70er Jahren mag, Gitarren immer dann gerne hört, wenn sie durch ein Fuzzpedal gejagt worden sind und dann auch noch ausschweifenden Jamsessions nicht abgeneigt ist, für den ist „Superbia“ wahrscheinlich ein ziemlich interessantes neues Futter für die Ohren. Death Alley erfinden dieses Genre natürlich nicht neu, Bands wie Kadavar oder Dool dürften die aktuellen Vorbilder der Niederländer sein, und somit gibt es schon mal eine ungefähre Orientierung wohin die musikalische Reise geht.

Grade bei den überlangen Songs wie „Daemon“,. „ Feeding The Lions“ und dem abschließenden „The Sewage“ gibt die den musikalischen Freigeist und schweift in Jamsessions ab, allerdings schaffen es die Musiker immer wieder auf den Punkt zu kommen und nicht in wirren Arrangements abzutauchen.

Die kürzeren Songs von „Superbia“ machen mir allerdings auch wesentlich mehr Spaß. Da ist zum Beispiel das pumpende „The Chain“, welches mit ordentlichem Tempo in den Gehörgang rauscht!

„Shake The Coil“ ist auch so ein Song, bei dem die Würze in der Kürze liegt.

„Superbia“ ist ein gelungenes Album. Noch ist die Band nicht so ganz auf dem Level auf dem zum Beispiel Kadavar agieren. Aber weit entfernt davon ist man nicht!


1. Daemon
2. The Chain
3. Feeding The Lions
4. Headlights In The Dark
5. Shake The Coil
6. Murder Your Dreams
7. Pilgrim
8. The Sewage

http://www.deathalley.nl/

Photo: Lupus Lindemann

Death Alley - Superbia (CenturyMedia, 23.03.2018)
3.8Gesamtwertung