DEARLY BELOVED – ist NICHT zuckersüß, ist NICHT poppig oder gar nette Fahrstuhlmusik.

Die schöne clear Vinylscheiblette die hier ihre Runden dreht, produziert tollen Garagenpunk mit Rock/Punk Schlagseite, ab und zu auch mal ne Prise Stoner dabei.

Bei Song Nr. 4 „who want´s to know?“ spüre ich einen tollen HELMET Einfluss bei der noisigen Gitarrenarbeit – sehr schön. Überhaupt ist die Platte der kanadier sehr abwechslungsreich gehalten.

Die Mischung der Männlich/Weiblich – Vocals, wie auch die Tempiwechseln lockern die herrlichen Schrammelgitarren schön auf und schaffen so eine sehr interessante Stimmung. Manchmal fehlt der Produktion noch der letzte Punch aber das gleiche ich durch Lautstärke aus 😀

Der Bass ist teilweise sehr dominant und bruzzelt gefällig durch die Lauscher. Niva Chow, die Sängerin ist irgendwie verstörend, hypnotisieren und faszinierend zugleich – singt mit sehr großer Indie-Schlagseite.

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Aufgenommen im Studio von Dave Grohl, auf kultigen altem Equipment, mit dem schon eine völlig unbekannte Platte namens „Nevermind“bearbeitet wurde von dieser völlig unbekannten Kombo namens NIRVANA

Man spürt in jedem Song die Wut, Verzweiflung, Trauer oder Hilflosigkeit. In einem Noise-Punk-Indie – Gewand verpackt, bekommt der Hörer gleich tolle Bilder vor dem inneren Auge. Man hat sich gerade auf eine melancholische Stimmung eingelassen und schon werden einen Noiseriffs im uptempo um die Ohren gehauen. Sehr geil gemacht. In diesem Genre habe diese Art der Arrangements noch nicht gehört – cool! Ab und an fühle ich mich an THE STROKES erinnert um aber im selben Moment ganz woanders zu sein.

Fazit:

Keine Platte zum nebenbei hören. Aber wenn man sich auf den Sound von DEARLY BELOVED einlässt- erweartet einen eine tolle Reise.

Man könnte das Werk als Rockalbum bezeichnen mit einem Mix aus 25 anderen Stilen – Macht euch selbst ein Bild.

 

 

Dearly Beloved - "admission" ( Aporia Records/Broken Silence, 25.11.2016)
4.3Gesamtwertung