Wieder einmal kommt eine geile Band aus München… und wieder einmal habe ich viel zu spät von ihr gehört. Sonst wären mir die Jungs von dankeschatz bereits im Frühling aufgefallen, denn damals hatten sie bereits das Video zu „Pathetisch“ veröffentlicht, die Nummer welche es genauso wie sechs weitere Songs auf die erste EP „jaja…“ geschafft hatten.

Die beiden Münchener Bogdan und Chris treten einen mit ihren Nummern genau da hin, wo es richtig weh tut… immer auf Augenhöhe oder Richtung Magen-Gegend.

Anfangs wollen die Beiden mal ganz „Pathetisch“ auf den Putz hauen, denn „das Leben ist schön!“ – aber spätestens wenn wir dank dem „Asbest“ dann „von außen implodieren“ weiß man, dass dankeschatz ein Ventil gefunden haben um all ihre Wut herauszubrüllen!

Für den einen mag es „Kitsch“ sein wenn das „Murmeltier“– wie jeden verdammten Tag – mal wieder grüßt, aber da das „Brainbowling“ einem die Birne mal sowas von durcheinander wirbelt und man Probleme hat seinen Globus danach wieder zu richten, hat man spätestens nach dem Song eh alles vergessen.

Aber macht mal keinen „Terz“, denn „Am Ende“ wird ja eh immer alles gut… oder so – sollte ich verwirrtes Zeug von mir geben liegt das garantiert an meinem seelischen Zustand, der sich nach dem Konsum dieses Machwerks bestimmt nicht gebessert hat!

Selten haben zwei Leute so sehr um sich geschlagen und mit so wenig Einsatz so viele Treffer gesetzt – so schön dreckig… so herrlich böse… so wunderbar gemein!

Wer Bock auf deutschsprachigen Alternative-Grunge-Punkrock hat, der darf an diesem Stück Musikgeschichte nicht vorbei gehen – die Scheibe hat lediglich ein Problem… sie ist eindeutig zu kurz!

… bis zum ersten Longplayer sage ich aber trotzdem einfach mal „danke Schatz!“

Titel:
1. Pathetisch
2. Asbest
3. Kitsch
4. Murmeltier
5. Brainbowling
6. Terz
7. Am Ende

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dankeschatz – jaja… (RecordJet/Soulfood, 09.06.2017)
4.5Gesamtwertung