Neues Label, neues Glück? Das letzte Crobot-Album erschien noch bei Nuclear Blast, mit „Motherbrain“ ist man nun bei Mascot gelandet. Rein musikalisch gesehen sind die Hard-Rocker hier wohl auch besser aufgehoben.

Nach dem ersten Durchlauf von „Motherbrain“ kann man schon sagen, dass Crobot ein wenig an ihrem Sound gedreht haben. Während man beim letzten Album noch von Retro-Rock sprechen konnte, würde ich nun das Retro einfach streichen. Die Band klingt moderner. Natürlich basieren die Songs immer noch auf den 70er-Jahre-Wurzeln des Hard Rock, aber in Songs wie zum Beispiel „Stoning The Devil“ haben sich moderne Töne geschlichen. Und besonders dieser Song erinnert mich an frühere Alice-In-Chains-Alben!

Der Opener „Burn“ wird von der Band auch selber in die Nähe der Stone Temple Pilots gesetzt. Wer jetzt allerdings auf eine Grunge-Renaissance hofft, den muss ich an dieser Stelle enttäuschen.

Dicker Hard Rock, knackige Soli und teilweise sehr fette Refrains machen den Sound von „Motherbrain“ aus!

„Motherbrain“ ist ein gutes Album geworden. Songs wie „Keep Me Down“, „After Live“ und auch das zunächst ruhigere „Gasoline“ haben ordentlich Adrenalin in den Noten und machen unglaublich viel Spaß!

 

1. Burn
2. Keep Me Down
3. Drown
4. Low Life
5. Alpha Dawg
6. Stoning The Devil
7. Gasoline
8. Destroyer
9. Blackout
10. After Life
11. The Hive

 

http://www.crobotband.com

Photo: Justin Borucki

Crobot - Motherbrain (Mascot, 23.08.2019)
4.3Gesamtwertung