Das als Reggae-Hochburg bekannte Gießen spuckt mal wieder drei talentierte Musiker aus, die sich dem lieblichen Sound, passend zu Dreadlocks und der obligatorischen Sportzigarette, gewidmet haben.

Okay, das mit der Reggae-Hochburg ist bekanntermaßen irgendwie fake, die Sportzigarette muss nicht immer sein und nicht jeder Liebhaber der entspannten Musik rennt mit diesen Filzzöpfen (nicht böse sein liebe Rastafari) rum.

Aber das die drei Jungs von Cressy Jaw dem jamaikanischen Sound einiges abgewinnen können, davon darf man sich auf „A Fire on the Inside“ überzeugen, welches vor einiger Zeit das Licht der Welt erblickte.

Mit einer gesunden Mischung aus Alternative Rock, Punk und besagten Reggae-Klängen wird hier in elf Songs beinahe eine komplette Stunde entspannt und chillig Gas gegeben – ein Widerspruch in sich meint ihr? Keineswegs, denn auch wenn Nummern wie „Pushing for the Fall„, „Running All My Life“ oder „Criminals in Action“ eher durch Sanftmütigkeit überzeugt, so fällt trotzdem die Intensität auf, mit welcher die Drei bei den anderen Nummern daher kommen.

Thematisch machen sich Cressy Jaw berechtigte Sorgen, um die aktuelle Lage auf der Welt… mit Kriegen, Hass, Gewalt und der täglich wachsenden Umweltzerstörung, die jeden einzelnen von uns betrifft. Auch wenn es hier zu keiner Lösung langt, alleine sich darüber Gedanken zu machen und diese in den Songs zu verarbeiten bringt ja manch einen hoffentlich ebenfalls zu einem gewissen Umdenken?!

Beginnt der Opener „Pachamama“ ein wenig bluesig, so bewegen sich Nummern wie „Silver Shadow„, „Join the Row“ oder „For a Holy Land“ im klassischen Alternative Rock – also flexibel sind Alex (Gitarre, Gesang), Basti (Bass, Gesang) und Arne (Drums, Gesang) da schon… was das Album schön abwechslungsreich macht.

Im Rahmen eines Crowdfunding-Projektes wurde letztes Jahr ausreichend Kohle gesammelt, dass man in Zusammenarbeit mit dem, leider im letzten Jahr viel zu früh gestorbenen, bluBox-Tonstudio Inhaber Guido Lucas (Donots, Blackmail, Scumbucket) zum Glück noch ein geiles Album aufnehmen konnte.

Mich überzeugt „A Fire On The Inside“ definitiv und ich kann mir gut vorstellen, dass Cressy Jaw – verdientermaßen – ihren Weg gehen werden!

 

Titel:
1. Pachamama
2. Pushing fort the Fall
3. Silver Shadow
4. For a Holy Land
5. Running All My Life
6. Plutomaniac
7. Criminals in Action
8. I.M.C.
9. Join the Row
10. Sweet Recipe
11. Train of Hopes

Foto: Christian Buseck

 

Hier noch ein paar Tourdaten:

08.09.18 Dortmund, ZU Pressefest
22.09.18 Overath, Komma Kla Festival
27.09.18 Nürnberg, Z-Bau
28.09.18 Darmstadt, Goldene Krone
02.10.18 Tübingen, Konzertkeller
04.10.18 Göttingen, Dots
05.10.18 Gießen, AK44
06.10.18 Marburg, Trauma
09.10.18 Amsterdam (NL), De Nieuwe Anita
10.10.18 Leiden (NL), De Ontsporing
12.10.18 Groningen (NL), Cafe de Zolder

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Cressy Jaw - A Fire On The Inside (Uncle M, 25.05.2018)
4.1Gesamtwertung