Coven Japan – Earthlings (No Remorse Records, 24.11.2023)

Eine noch recht neue Band sind Coven Japan. Neben ein paar Singles und der EP „The Advent“ von 2017 ist „Earthlings“ das erste volle Album. Geboten wird recht bodenständiger, altmodischer Metal mit starker NWOBHM-Schlagseite. Iron Maiden gehört hat man im Land der aufgehenden Sonne definitiv. Für die schmissig gespielten Doppelleads hat man sich zweifellos dort inspirieren lassen, was durchaus gefällt.

Die Songs selbst sind recht bodenständig und in der Regel auch ziemlich geradlinig. Dazu passt auch die Rhythmusgruppe, welche nicht gerade besonders spektakulär ihr Ding durchzieht. So weit, so nicht besonders spektakulär. Charakter gewinnt die Musik von Coven Japan vor allem durch den Gesang von Frontfrau Taka. Ihr Mischmasch aus japanisch vorgetragenen Strophen und englischen Refrains sowie einer landestypischen Betonung, die etwas an die frühen Loudness denken lässt, hat schon was.

Und da sich auf „Earthlings“ durchaus ein paar spaßige Songs verbergen, kann man damit schon Freude haben. Am besten ist es, wenn die Band ihre Spiellaune ungehemmt laufen lässt. Zum Beispiel beim knackigen Opener „Land Of The Rising Sun“, „What Goes Around Comes Around” oder der hymnischen Hitnummer „To Sanctuary – March For The Voiceless”. Zieht man tempotechnisch etwas die Handbremse an, fällt dann doch auf, dass man nicht die stärksten Songwriter mit an Bord hat.

Aber wer auf etwas kauzigen Stoff im Tradionsstahl steht, kann hier ja mal vorbeischauen.

 

Trackliste:
1. Land Of The Rising Sun
2. What Goes Around Comes Around
3. Apocalypse
4. Return Of The Souls
5. To Sanctuary – March For The Voiceless
6. Night Flyer
7. Earthlings
8. Lost Humanity

 

3.7