Meine Güte, wie die Zeit vergeht. Feiern doch The Coral dieses Jahr bereits ihr 20igstes Bandjubiläum und womit sonst sollte man da um die Ecke kommen als mit einem neuen Album. Die Numero 7 hört auf den Namen „Distance Inbetween” und beendet quasi die fünfjährige Schaffenspause der Briten aus dem beschaulichen Hoylake im Westenglischen County Merseyside.

Als Fan der amerikanischen Fernsehserie `Scrubs´ sind mir die Jungs bereits 2003 erstmals über den Weg gelaufen, waren sie doch für den Song „Dreaming Of You“ verantwortlich.
Seitdem sind jedoch über zehn Jahre Bandgeschichte durchs Land gezogen und neben diversen Veröffentlichungen und mit Lee Southall bzw. Bill Ryder-Jones verließen zwei Mitglieder die in der Zwischenzeit auf ein Quintett geschrumpfte Truppe um das Brüderpaar Ian und James Skelly.

Nach eigenen Touren quer über den Globus und Support-Auftritten bei so illustren Bands wie `Blur´ oder `Oasis´ wurde es dann nach dem 2010er Album „Butterfly House“ ein wenig entspannter… bis die Jungs sich dann unlängst auf den Weg nach Liverpool machten um „Distance Inbetween“ quasi im Vorbeilaufen (alle Songs wurden live in einem Durchgang eingespielt) aufzunehmen.

Stilistisch braucht man sich von je her bei neuen Alben nicht wirklich umstellen, deshalb hatte ich auch bei der am Anfang März veröffentlichten Scheibe keine großen Sorgen, mich auf zu große Experimente einlassen zu müssen.

Ist der Opener „Connector“ noch ein wenig Schwach auf der Brust, so beginne ich spätestens bei „White Bird“ gespannt zu lauschen und lasse mich von der Energie bzw. der Dynamik, welche die Songs über die Laufzeit hinweg entwickeln, treiben… auch wenn ich bisher nicht so zu den klassischen The Coral Fans gehört habe, finde ich Gefallen an den Stücken.

Die zwölf Song bewegen sich erneut gekonnt zwischen Folk, Country und psychodelischem Alternative Rock vergangener Zeiten… in diesem Fall durchaus verstärkt in der 60iger oder 70iger Rock-Ära. Besonders eingeprägt haben sich bei mir der Titelsong „Distance Inbetween“ und „Holy Revelation“.

Also Freunden von psychedelischen Sixties-Sounds (leichte, aber wirklich nur ganz leichte Parallelen zu den `Doors´ oder `Deep Purple´ darf man hier ruhig sehen) mit folkigen Country-Einlagen (so kann man den Stil vielleicht annähernd bezeichnen) wird auch diese Scheibe wieder gefallen… Neu-Hörer bekommen hier zumindest einen guten Einblick in die Schaffenswelt von The Coral.

Kleiner Tipp am Rande: Kauft euch die Vinyl-Version, dann gibt es die CD ohne weitere Kosten dazu! 😉

 

Distance_Inbetween

Tracklist:
1. Connector
2. White Bird
3. Chasing The Tail Of A Dream
4. Distance Inbetween
5. Million Eyes
6. Miss Fortune
7. Beyond The Sun
8. It’s You
9. Holy Revelation
10. She Runs The River
11. Fear Machine
12. End Credits

The Coral – HOMEPAGE

The Coral – Distance Inbetween (Ignition Records / Indigo, 04.03.2016)
3.7Gesamtwertung