Conveyer
Greg Thomas

Conveyer – No Future (Victory Records, 23.06.2017)

“Was machen die denn?”

“Hardcore”

“Metalcore?”

“Nee, wirklich Hardcore.”

“Ok, dann ist ja gut”

 

Conveyer haben sich für die neue Platte das erste Mal mit Greg Thomas einen Produzenten geschnappt und damit vermutlich alles richtig gemacht. Der Hardcore-Sound, von ihnen selbst “Spirit Filled Hardcore” genannt, kann dir einfach mal auf die Fresse hauen und dabei trotzdem noch genug Melodie, Gefühl und Herz zeigen, um nicht prollig zu werden. So gefällt mir das!

Gleich mit dem Opener “Dust” wird die Marschrichtung vorgegeben. Ein atmosphärisches Intro wiegt einen zunächst in Sicherheit, damit Danny Adams kurz darauf anfängt den Hörer an die Wand zu brüllen. Zwar mit Faust in der Tasche, aber immer begleitet von melodischen Parts. Und so zieht sich das Thema durch das gesamte Album. Mal mit weniger Melodie oder mal mit einem eingeschobenen Sprechgesang (wie z.B. in “Levity”), der an große Namen der Szenen erinnert und passt wie die Faust auf das Auge. Großes Kino!

 

 

 

 

Wer sich also mal richtig gut in 11 Songs akustisch auf die Omme hauen lassen möchte, sollte hier zugreifen. Gut gemachter Hardcore mit Herzblut, der richtigen dosierten Portion Melodie und ganz viel Faust in Luft und Tasche. Eine Neuerfindung ist das hier nicht, aber wer erwartet das denn auch bitte bei einer Hardcoreplatte!?

 

 

  1. Dust
  2. The Whetstone
  3. Haunt
  4. New Low
  5. Disgrace
  6. Levity
  7. No Future
  8. Carrier
  9. Drift
  10. Tunnel Vision
  11. Parting Words
3.9