„Für Fans von The Gaslight Anthem, Hot Water Music, Against Me!“ steht in der Newsmail zur neuen Single des Quartetts Cold Years. Da hören wir natürlich etwas genauer hin. Und das könnt ihr im Videolink zu „Night Like This“ auch:

 

Das dazugehörige Debütalbum „Paradise“ wird am 8. Mai erscheinen. Die offizielle Pressemitteilung zur Platte liest sich recht blumig:

„Vielleicht ist dies einer der Momente, an den man in drei, vier Jahren zurückdenkt, auf der Suche nach der Erinnerung daran, wann und wo man den ersten Song von Cold Years gehört hat. Wie das anfing, wann die Geschichte Fahrt aufnahm und die Band aus dem grau-verregneten Aberdeen sich aus dem Nichts einen Platz im universellen Rock-Bewusstsein erspielte. In den Geschichten, die es dann zu hören gibt, wird sicher diese eine Nacht im Jahr 2014 eine Rolle spielen, als Ross mit seinen Kumpels Finlay und Fraser von Kneipe zu Kneipe zieht, im Hinterkopf die Idee, eine Band zu gründen. Finlay und Fraser muss er ein wenig überrumpeln. Beiden erzählt er, der jeweils andere hätte bereits zugestimmt, dabei zu sein. Ein simpler Trick, der an diesem feuchtfröhlichen Abend bestens funktioniert. Einige E.P.s werden veröffentlicht, aber erst mit dem Einstieg von Louis drei Jahre nach dem lebensverändernden Pub-Crawl geht es richtig los. Nachdem das ‚Kerrang‘-Magazin sie 2019 bereits als „Hottest Band“ auf dem Schirm hatte, erscheint jetzt ihr mit Spannung erwartetes Debütalbum.

Stilistisch ist die Punk-Grundierung kaum zu überhören. „Ich bin mit Rancid und Green Day groß geworden, Bands wie Bad Religion und die Ramones bedeuteten eine wahre Explosion für mich“, so Gordon über seine persönlichen Prägungen. Deren Gestus mag man in den Liedern seiner Band durchaus wiederfinden, doch so klar der 31-Jährige die Verwandtschaft zu schottischen Größen wie etwa Big Country abstreitet, es gibt da dennoch dieses so typisch schottische Melodielement, das die Songs mit Melancholie und weiten Melodiebögen über den bloßen Punk-Kontext erhebt, sie stattdessen den Spirit von Hot Water Music oder Nothington mit einer nicht zu verhehlenden Stadion-Kompatiblität abschmecken. Bis dahin mag es möglicherweise noch ein Album dauern, dann aber wird man sich ganz sicher die Frage vom Anfang stellen: Wo warst Du, als Du Cold Years zum ersten Mal gehört hast? Hier, lautet die Antwort, im „Paradise“, an einem Ort voller Feuer, Leidenschaft und Rock’n’Roll.“