Chvrches passen eigentlich so gar nicht in mein musikalisches Beuteschema, aber als ich damals „The Bones of what you believe“ das erste Mal duch Zufall hörte, war ich sofort begeistert von dem elektronischen Indiepop. „The Mother we share“ und „Recover“ haben mich ohrwurmtechnisch eine ganze Weile begleitet. Und das ohne Gitarren, Vollbart und Ankertattoos!

Als es um das neue Album von den drei Glasgowern Lauren Mayberry, Iain Cook und Martin Doherty ging, war ich also sofort dabei.

Mit „Leave a Trace“ fand ich sofort auch wieder rein in dieses warme Gefühl, das einem Lauren mit ihrer Stimme zaubern kann. Da wirst du mal eben durch zuckersüße Stimme und Melodie eingewickelt. Ob du willst oder nicht. Und dabei klingt es trotzdem nicht zu sehr nach Bravo Hits und Lady Gaga.

Chvrches machen einfach diese sympathische Art Indiepop, zu der du regelmäßig die Indiemädchen im Club nebenan nach zwei Sekt tanzen siehst. Und dich heimlich beim Mitsummen erwischt. Mit oder ohne Sekt.

11 Songs plus 4 Bonustracks liefern uns den perfekten Soundtrack zum Entspannen, heimlich Tanzen, Rumknutschen und endlich mal wieder Pop hören ohne schlechtes Gewissen zu haben. Das wir hier elektronische Musik haben, stört mich mal gar nicht, weil sie einfach nicht anstrengend ist, sondern ein wunderschönes Gesamtbild mit dem Gesang bildet.

Neben dem Download ist das schöne Stück auch noch als CD mit Bonussongs und Vinyl zu haben. Also alles dabei was man braucht.

 

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1. Never Ending Circles
2. Leave A Trace
3. Keep You On My Side
4. Make Them Gold
5. Clearest Blue
6. High Enough To Carry You Over
7. Empty Threat
8. Down Side Of Me
9. Playing Dead
10. Bury It
11. Afterglow
12. Up In Arms (BONUS)
13. Get Away (BONUS)
14. Follow You (BONUS)
15. Bow Down (BONUS)

Chvrches - Every Open Eye (Vertigo Berlin, 25.09.2015)
4.3Gesamtwertung