Wo Children Of Bodom draufsteht ist Alexi Laiho drin. Dass der flinke Gitarrist Songs und Texte quasi im Alleingang für die Band abliefert, könnte mit der Zeit das größte Problem für die Band werden. An die Qualität der ersten vier Alben ist die Band nie mehr herangekommen und hat sich eigentlich auch immer nur wiederholt. Mal mehr, mal weniger gut.

Auch Album Nummer zehn, „Hexed“, macht hier keine Ausnahme. In Allgemeinen klingt das Album etwas frischer als die letzten, im Großen und Ganzen sind die elf neuen Songs aber wieder nur eine Werkschau an Laihos räudigen Vocals und seiner technisch perfekten Gitarrenarbeit.

Es gibt ein paar Songs die aus dem schnellen Heavy Metal Angebot der Finnen herauszuheben sind.
„Kick In A Spleen“ ist einer davon. Children Of Bodom waren immer dann gut, wenn sie ihre Wildheit nicht hinter technischen Kunststücken versteckt haben. Und genau dies passiert in „Kick In A Spleen“. Technik runter, Growls rauf und dazu die rasende Geschwindigkeit. „Platitudes And Barren Words“ finde ich auch sehr gelungen. Hier gibt es im Hintergrund einen dicken Keyboardteppich, aber die Vocals sitzen auf den Punkt und Laihos Gitarren ziehen mir hier die Socken aus.

Das abschließende „Knuckelduster“ ist ebenfalls eine Bodom-Granate der Güteklasse 1!

Zwischen diese Songs schleichen sich dann aber Tracks wie „Hectate´s Nightmare“ oder „Under Grass And Clover“ welche man in dieser Art und Weise von den Finnen schon zu oft gehört hat!

Leider nur ein mittelmäßiges Album!

1. This Road
2. Under Grass And Cover
3. Glass Houses
4. Hectate’s Nightmare
5. Kick In A Spleen
6. Platitudes And Barren Words
7. Hexed
8. Relapse (The Nature Of My Crime)
9: Say Never Look Back
10. Soon Departed
11. Knuckleduster

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Photocredit: Marek Sabogal

Children Of Bodom - Hexed (Nuclear Blast, 08.03.2019)
3.3Gesamtwertung