Lange haben wir euch warten lassen, doch heute ist wieder mal ein Tag für eine Classic-Review. Ich habe mir das Debütalbum „Point #1″ der Alternative-Band Chevelle rausgesucht. Das Album erschien am 4. Mai 1999 in den USA.

Chevelle gehört für mich zu den Bands, welche die Bezeichnung Alternative am ehesten verdienen. Chevelle verarbeiten in ihrem Sound derart viele Stile aus dem Alternative, dass es fast unmöglich ist dies noch konkreter zu spezifizieren. Die Stimme von Sänger Pete Loeffler ist der von Tool-Frontmann Maynard James Keenan ähnlich, doch im Sound der beiden Bands ist ein meilenweiter Unterschied zu hören, auch wenn beide Bands melodisch eine düstere Ausrichtung haben.

„Point #1“ erschien im Jahr 1999 und hat im kommerziellen Sinne Europa nicht wirklich erreicht. Ich selbst war zu diesem Zeitpunkt noch in den Anfängen der Pubertät und kannte kaum etwas, was außerhalb des Mainstreams angeboten wurde. So kam ich zu „Point #1″ auch erst Mitte der 2000er. Das erste Mal hörte ich Chevelle in Christians (von Handwritten-Mag) T3-Bus, als wir durch die Gegend fuhren und das Leben locker flockig dahinzog. Sofort hat mich der Song „Point #1″ gepackt. Noch unwissentlich überlegte ich auf welchem Album von Tool der Song sein mochte, doch dann erklärte Christian mir um wen es sich dabei handelt.

Als ich selbst kurze Zeit später „Point #1″ besaß, lief das Album bei mir rauf und runter egal ob zu Hause, im Auto oder am Strand im „Ghettoblaster“, welcher dann gefühlt zehn Batterien an einem Abend verbrauchte. Besonders hatten es mir die beiden Tracks „Dos“ und „Peer“ angetan, aber auch „Long, Blank Earth“ oder „Point #1″ sind sehr eingängig und belegen, warum der Stil von Chevelle nahezu einzigartig ist. Die anfangs sehr ruhigen Passagen der Songs werden wie aus dem Nichts durch krachende Gitarren und Petes abruptem Stimmwechsel von ruhig und leise zu brutal und markerschütternd ersetzt. Ein Stil welcher in ähnlicher Weise von Maynard James Keenan verwendet wird. Natürlich verläuft nicht jeder Song auf „Point #1″ auf diese Art und Weise. Auf den Tracks „Prove To You“ und „Anticipation“ geht es direkt mit harten Riffs los.

„Point #1“ ist aus meiner Sicht eines der besten Alben, welche Chevelle veröffentlich haben, auch wenn die Band mittlerweile darauf besteht, dass das Nachfolgealbum „Wonder What’s Next“ als ihr „erstes“ Album angesehen werden soll, da es das erste Album unter einem Major-Label war. Dennoch landen immer wieder Tracks aus „Point #1″ auf der Set-Liste von Konzerten und anderen Live-Auftritten. Wer „Point #1“ aus dem besagten Grund nicht kennt, sollte dies schleunigst nachholen, es wird sich in jedem Fall lohnen.

 

 

  1. Open
  2. Point #1
  3. Prove To You
  4. Mia
  5. Skeptic
  6. Anticipation
  7. Dos
  8. Long
  9. Blank Earth
  10. Sma
  11. Peer

 

https://www.chevelleinc.com/