„Greyscale“, so heißt die zweite EP der Catapults. Die vier Jungs aus Oldenburg waren mit ihrer ersten EP „Cold Alley“ für mich eine der größten Überraschungen des letzten Jahres. Denn obwohl die Band bestehend aus Joost Rademacher (Gitarre und Gesang), Maurice Gärtner (Gitarre und Background-Gesang), Lars Bannasch (Bass) und Malte Grätsch (Schlagzeug) erst seit 2017 existiert, war „Cold Alley“ im Juni 2018 eine wirklich gelungene Debüt-EP.

Mit „Greyscale“ legen die Jungs jetzt nach nur wenigen Monaten bereits die zweite EP hinterher. Für das Recording und Mixing war dieses Mal Paul Zimmermann zuständig und das Mastering wurde wieder durch Sören Kucz vom Klanggeist Studio übernommen. Das Ganze soll laut Pressetext musikalisch ausgereifter und abwechslungsreicher als zuvor klingen. Ob den Jungs das gelungen ist erfahrt ihr nun.

Da mir bereits „Cold Alley“ sehr gut gefiel, war ich sehr gespannt was mir nun „Greyscale“ zu bieten hat. Dabei fiel der erste Blick direkt aufs Cover, das wieder wirklich professionell und gelungen aussieht, jedoch die Frage nach dem Bezug zum Titel der EP bei mir aufwirft. Die einzige Interpretation die mir hierzu einfiel, hat mit einer beliebten Fantasy-Fernsehserie zu tun. Um mich hier jedoch nicht zu verspekulieren, werde ich den Jungs die Frage mal direkt stellen und mich der Musik widmen.

„Greyscale“ legt mit  „Whole“ direkt in einem ordentlichen Tempo los. Dabei wirkt das ganze im Vergleich zu „Cold Alley“ technisch noch besser und stimmiger abgemischt. In Summe ist „Whole“ ein wirklich gelungener Intro-Track, der mit seiner Energie direkt zum Tanzen animiert. Der zweite Track „Discord“ behält das Tempo und bietet dabei aber eine angenehm melancholische Stimmung.

Mit „Sonder“ erwartet uns der langsamste und wohl melancholisch anmutendste Track der EP.

Mit „Horrid Spectacle“ kehren wir zurück in schnellere und punkigere Gefilde, um dann zum Abschluss mit „Intimidating Heights“ wieder etwas runter zu kommen.

Ich war ja nach „Cold Alley“ bereits sehr gehypt. Mit „Greyscale“ haben die Catapults es geschafft, nochmal eine Schippe daraufzulegen. Das Ganze wirkt noch etwas feiner abgestimmt und technisch deutlich besser. „Greyscale“ optimiert die Tugenden von  „Cold Alley“, wirkt dabei aber nicht wie eine Kopie. Um den Jungs noch eine Steigerung mit dem ersten Album zu ermöglichen, erhält „Greyscale“ von mir fantastische 4.8 Sterne. Da ich es letztes Jahr leider auf Grund einer Knieverletzung nicht gepackt habe die Jungs Live zu sehen, stehen sie in diesem Jahr fest auf meiner Liste. Vor allem auch, damit ich mit ihnen meine Theorie zum Albumcover diskutieren kann.

 

1. Whole
2. Discord
3. Sonder
4. Horrid Spectacle
5. Intimidating Heights

 

Catapults könnt ihr hier live sehen:

Wutzkopp Festival – Els (July 2019)
Juz – Leer (August 2019)
Tabularaaza Festival – Oldenburg (August 2019)
Burgfestival – Surwold (August 2019)
Rock am Beckenrand – Wolfshagen (Harz) (August 2019)

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Catapults – Greyscale (DIY, 15.02.2019)
4.8Gesamtwertung