Deathcore lockt mich normalerweise nicht hinter dem Ofen hervor, es sei denn Carnifex rotieren im Schacht des CD-Players. Allerdings sind die Westküsten-Amis der gesamten Deathcore-Szene immer ein paar Schritte voraus gewesen und haben immer über den etwas eng gesteckten Horizont des Genres hinausgeblickt.

Genau das macht die Band auf dem neuen Album „World War X“ auch wieder. Neben den typischen tiefer gestimmten Gitarren, dem aggressiven Gesang und dem alles niedermetzelden Rhythmus gibt es oft Referenzen zum Black Metal und eben auch immer wieder kleine melodische Einlagen, welche dafür sorgen, dass Teile der Songs wirklich eingängig sind. Das schafft so keine andere Band dieses Genres!

Schon im Intro zum Titelsong gibt es Synthesizersounds, welche den ersten Aha-Effekt erzeugen. Das folgende „Visions Of The End“ schert sich dann allerdings nicht um Eingängigkeit, sondert groovt einfach höllisch.

Meine beiden Highlights des Albums sind die Songs „No Light Shall Save Us“ und „All Roads Lead To Hell“. Bei „No Light Shall Save Us“ singt Alissa White Gluz und Angel Vivaldi jagt bei „All Roads Lead To Hell“ über die sechs Saiten!

Fazit: Knackiges, verdammt hartes Album!

 

1. World War X
2. Visions Of The End
3. This Infernal Darkness
4. Eyes Of The Executioner
5. No Light Shall Save Us
6. All Roads Lead To Hell
7. Brushed By The Wings Of Demons
8. Hail Hellfire
9. By Shadows Thine Held

 

Photo credit: Shannon Brooke

Carnifex - World War X (Nuclear Blast, 02.08.2019)
4.0Gesamtwertung