Cadet Carter kommen mit „Perceptions“ mit dem zweiten Album nach ihrem Debut 2018. Irgendwo zwischen ersten Erfolgen mit dem Indie-/Emosound vom ersten Album und Touren mit z.B. Dave Hause, kommt hier die Erwartungshaltung, die sich vermutlich mehr aus eigenem Antrieb als aus der Erwartung der Hörer ergibt. Aber beim ersten Durchhören von „Perceptions“ wird klar, dass sich die Erwartung erfüllt haben dürfte.

Wir haben es hier mit 12 Songs zu tun, die irgendwie noch immer einen 90er-Charme versprühen, wenn Songs wie „Telescope“ fast an 90er Alternative-Hymnen und der Rest vom Fest sich emotional mit Themen wie Erwartungen und sich selbst aus der Dunkelheit wieder ins Licht ziehen geht. Da haben wir textlich auch schon ziemlich genau das, was dieses Album ausmacht. Der rote Faden, der bei aller Vielseitigkeit des Sounds, eine Wiederkennung ohne Probleme zulässt.

Cadet Carter sind auf „Perceptions“ keine Punkrocker, sondern zeigen sogar Pop-Momente. Und zwar von der Seite des Pop, von der es viel zu wenig gibt. Großartig eingängige Melodien und Songthemen, die dabei immer authentisch bleiben und nie vorspielen etwas zu sein, was sie nur gern wären. Das Glaubhafte und Nachvollziehbare zieht sich für mich bei diesem Album auf jeden Fall wie ein zweiter roter Faden durch die Songs. Man merkt das Herzblut in jedem Akkord.

Von mir an dieser Stelle ein absoluter Reinhörtipp! Cadet Carter gegen Corona-Schwermütigkeit! Hilft auf jeden Fall!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  1. Perceptions
  2. Speed of Sound
  3. Telescope
  4. A Bad Few Weeks
  5. Hold Me Down
  6. Windshields
  7. End – Begin
  8. On The Edge
  9. Run For Me
  10. Dead Hands
  11. New Shores
  12. Who You Are
Cadet Carter - Perceptions (Uncle M Music, 08.05.2020)
4.3Gesamtwertung