Die Regensburger Burden Of Life sind wohl 2004 als klassische Melodic-Death-Metal-Band gestartet. Von diesen musikalischen Wurzeln sind noch ein paar Elemente auf dem vierten Studioalbum der Band zu hören. Allerdings scheint die Band sich musikalisch doch weit von ihren Anfängen entfernt zu haben, denn auf „The Makeshift Conqueror“ geht es doch deutlich progressiver zu, als man das im Death-Metal-Sektor erwarten mag.

Der erste Song „The Makeshift Conqueror Pt. I“ klingt dann allerdings auch schon wieder mehr nach Lagerfeuerromantik, denn nach harter Musik. So richtig los geht es dann mit „Geistesblitz“. Ein schneidiges Gitarrenriff eröffnet den Song, ein wenig später blitzen dann die Death-Metal-Wurzeln insbesondere im Gesang und in der Rhythmik auf. Dazu kommt ein klarer fast schon episch anmutender Gesang. Beim ersten Durchlauf klang das Ganze durchaus etwas seltsam.

Seltsam allerdings nur, weil ungewohnt. „The Makeshift Conqueror“ ist kein Album, welches nach dem ersten Hören fest in den Ohren sitzt. „Goddess Of The River“ ist ein knackiger und sehr progressiver Song, das Spiel mit der Laut-Leise-Dynamik ist hier besonders ausgeprägt!

Den komplexesten, aber auch besten Song haben Burden Of Life an das Ende des Albums gepackt. „The Makeshift Conquerer Pt. II“ ist quasi eine Zusammenfassung des Albums!

Gelungen!

 

1. The Makeshift Conqueror Pt. I
2. Geistesblitz
3. Goddess Of The River
4. Anthem Of The Unbeloved
5. Sealing Our Fate
6. Pisces
7. Regression (Goddess Return)
8. Trust My Own Heart
9. The Makeshift Conqueror Pt. II

 

Burden Of Life - The Makeshift Conqueror (Noizgate, 13.03.2020)
4.2Gesamtwertung