Letzte Woche erreichte mich die Nachricht, dass wir die Möglichkeit bekommen sollten, dass Abschlusskonzert der 2016er Bosse-Tour in der Hamburger Sporthalle besuchen zu dürfen… einen entzückenden Dank an die Leute von Universal und an die Undercover-Crew!

Also machten wir uns am späten Freitag Nachmittag auf den Weg und womit sonst sollte man sich auf der gut zweistündigen Fahrt einstimmen, als mit dem aktuellen Album „Engtanz“ und dem 2013er „Kraniche-Live“ Album, welches ebenfalls in der Sporthalle Hamburg aufgenommen wurde und uns so zumindest akustisch schon einen Einblick in die später folgenden zwei Stunden abgefahrener Musikgeschichte geben sollten!

Bei der Ankunft mussten wir zwar erneut feststellen, dass Hamburg für die Anzahl der immer wieder einschlagenden Konzertbesucher eindeutig zu wenige Parkplätze hat, nach diversen Runden um das Objekt der Begierde – wobei, von außen sieht die Sporthalle alles andere als ansprechend aus – fanden wir dann doch noch einen 15338789_10207966101696706_8560559697740390638_nParkplatz, der zwar von der Beschilderung her nicht ganz legal zu sein schien, die Hamburger Abschleppunternehmen an diesem Tag aber glücklicherweise anderes zu tun hatten.

Nach kurzem Fußmarsch standen wir nun in der Sporthalle und hörten bereits die ersten Töne des Auftritts von Antje Schomaker, die Aki Bosse im Dezember für sieben Shows als Support begleitete. Die zu diesem Zeitpunkt schon gut gefüllte Halle feierte jeden Song der Songwriterin ab, die sichtlich Gefallen an der begeisterten Party-Meute fand. Für Bühnenfotos aus dem Pressegraben war es als wir den Innenraum erreichten zwar leider 15327350_10207966102336722_3475345432139865824_nschon zu spät – dafür wurden wir aber später bei einem quasi „Meet and Greet“ am Merchandising-Stand doppelt entschädigt! Eine übrigens sehr nette Begegnung mit einer überaus sympathischen Antje

…das Autogramm auf der Single ist übrigens gut angekommen 😉 !

Um kurz nach halb neun war dann leider schon Schluss – ihr solltet euch Antje auf jeden Fall merken, nicht nur der aktuell laufende Werbesong einer großen Supermarkt-Kette zeigt, was in ihr und ihrer Band steckt – und nach einer entspannten Umbaupause sollten es dann zwei atemberaubende und überaus schweißtreibende Stunden voller Hits werden, welche Bosse uns sowie allen anderen 7.500 Gästen in der ausverkauften Sporthalle präsentieren sollte.

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Mit „Außerhalb der Zeit“ enterte Aki um Punkt 21:00 Uhr die Bühne und spätestens nach der zweiten Nummer „So oder So“, sowie der einen oder anderen Ansage, dass er sich seit Wochen ganz besonders auf den 2016er Tour-Abschluss in seiner Wahlheimat Hamburg gefreut habe und man „so einiges“ erwarten dürfe und hier niemand „unverschwitzt“ rauskommen würde, ging die Party dann erst richtig los… das mit dem Schwitzen nahm der sympathische Tanzbär wieder einmal so wörtlich, dass sein Shirt keine fünf Minuten später bei „Nachttischlampe“ im Wetlook an ihm klebte – wäre es nicht so gewesen, man wäre doch enttäuscht, oder?!

Apropos Tanzbär… hätte Axel an dem Abend einen Kilometer-Zähler bei sich gehabt, er hätte gefühlt mindestens einen Marathonlauf hinter sich gebracht, so schnell und beweglich habe ich ihn in den letzten Jahren selten erlebt – okay, das eine oder andere Kilo hat er ja in letzter Zeit verloren… das sowas das Tempo erhöht ist klar, wissen möchte ich persönlich davon trotzdem nichts 😉 !

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Beeindruckend war auch die überdimensionale Leinwand, auf welcher je nach Song diverse Video-Einlagen gezeigt wurden… gerade die Nummer „Istanbul“ wurde somit zu einem besonderen Hingucker. Neben Hits wie „Schönste Zeit“, „3 Millionen“ oder „Dein Hurra“, welche die komplette Halle beinahe zum Bersten brachte, ging es mit dem lange nicht mehr live gespielten „Yipi“ und einem Besuch Bosses in der Menschenmenge eher entspannt zu… mega sympathisch seine Frage an die Rest-Band nach der Rückkehr auf die Bühne „Leute, war ich gerade echt so schief?“ – das und genau das ist der Grund Aki einfach nur mögen zu können, was scheinbar ziemlich viele männliche Fans ähnlich sehen, denn zeitweise entstand der Eindruck, dass sogar mehr Männer als Frauen unterwegs waren!

Bosse präsentierte über den Abend eine gute Mischung aus den letzten vier Alben und Nummern wie „Immer so lieben“ oder auch „Wartesaal“, bei denen quasi alle kollektiv mittanzten oder mitsangen, trieb so manch einem den Schweiß auf die Stirn oder die „Gänse-Pelle“ auf die Arme!

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Aber auch das soziale Engagement des gebürtigen Braunschweigers kam wieder einmal beeindruckend zum Vorschein, so wies er wiederholt auf die Bechersammler von „Viva con Agua de Sankt Pauli“ hin und erzählte von seiner anstehenden Reise nach Afrika, wo er sich über den aktuellen Stand der Brunnenbau-Projekte, welche er gemeinsam mit den Leuten von „Viva con Agua“ unterstützt, informieren und dort mithelfen wird. Außerdem wurde vor dem Konzert in Kooperation mit „Hanseatic-Help“ ein Aufruf gestartet, dass jeder Besucher Kleidung für Bedürftige mitbringen und spenden solle, woraufhin über 7.000 Kleidungsstücke gesammelt werden konnten… einen ganz großen Respekt für diese Aktion! – die damit verbundene Verlosung brachte für Björn, Melanie & Max, Anna Lena, Nils und Steffi ein Privatkonzert von Bosse, welche mit weiteren fünf Freunden in diesen einmaligen Genuss kommen werden… herzlichen Glückwunsch hierzu!

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Wer das neue Album „Engtanz“ sein Eigen nennt, der kennt die Nummer „Krumme Symphone“, welche Axel normalerweise gemeinsam mit Casper singt. Da dieser leider nicht zugegen war, ließ es sich „Porky“ (Sebastian Dürre) von Deichkind nicht nehmen dem Song seine eigene Note einzuhauchen! – aber so schnell wie er die Bühne betreten hatte, genauso unaufgeregt war er auch wieder verschwunden… aber nicht ohne vorher von Aki dankend umarmt und abgefeiert worden zu sein.

Nach gut 1 ½ Stunden leitete Bosse mit „Frankfurt Oder“ und einem Konfettiregen dann aber langsam das Ende der regulären Show ein, die überdimensionale Disco-Kugel ließ einen aber schon auf eine besinnliche Zugabe hoffen!

Um keine Zeit zu verlieren verließ die Band nur für kurze Zeit die Bühne, um uns direkt noch einmal mit einem halbstündigen Zugaben-Set den Rest zu geben… besonders „Du federst“ brachte alle, incl. der Sitztribünen (wobei ich während des ganzen Konzerts nicht wirklich jemanden habe sitzen sehen) noch einmal in absolute Ekstase und bereitete uns nach der ausgiebigen Vorstellung der einzelnen Bandmitglieder – inclusive der dazugehörigen Anekdoten – auf das große Finale vor, welches mit der besinnlich langsamen Nummer „Kraniche“ genau richtig gewählt wurde!

Nach gefühlten 40 geilen Songs – ich wüsste gar nicht welche Nummer mir an dem Abend noch gefehlt hätte – ging es dann glücklich und voller Euphorie zurück an die Küste!

Dank des Abends ist auf jeden Fall klar, dass Bosse mich nicht zum letzten mal gesehen hat… spätestens beim am 26. August 2017 auf der Hamburger Trabrennbahn in Bahrenfeld stattfindenden Bosse-Festival werde ich wieder auf der Matte stehen!

Was wir nicht können
ist irgendwas wiederholen
kein Augenblick kein Moment
kann sich je wiederholen.

Was wir nicht können
ist irgendwas wiederholen
wir können nicht zurück
und warum sollten wir auch?

 

Hier schon einmal die Daten der 2017er „Engtanz“ Tour:
04.03.2017 Würzburg (Posthalle)
05.03.2017 Heidelberg (Halle 02)
08.03.2017 Dresden (Alter Schlachthof)
09.03.2017 Erfurt (Stadtgarten)
10.03.2017 Magdeburg (Stadthalle)
12.03.2017 Aurich (Sparkassen-Arena)
14.03.2017 Kassel (Stadthalle)
15.03.2017 Düsseldorf (Stahlwerk)
16.03.2017 Lingen (EmslandArena)
18.03.2017 Bochum (Jahrhunderthalle)
19.08.2017 Highfield Festival 2017 (Magdeborner Halbinsel am Störmthaler See)
26.08.2017 Hamburg (Trabrennbahn am Volkspark)

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