BLŪMĒ – Everything Is Going To Be O.K. (DIY, 26.04.2024)

„Everything Is Going To Be O.K.” – das ist doch mal ein beruhigendes Motte, welches das deutsch-mexikanische, in Berlin beheimatete Quartett BLŪMĒ für sein Debütalbum gewählt hat. Den Satz muss man sich wohl auch vor Augen halten, wenn man in seinen Songs über Dinge wie psychische Gesundheit, Beziehungsprobleme, die sich ständig weiterentwickelnde digitale Landschaft und Drogenmissbrauch singt.

Dabei kling die Musik der Band trotz so mancher melancholischen und/oder psychedelischen Winkelschläge über weite Strecken doch angenehm ausgelassen und gar nicht so negativ. Zumindest startet das Album so. Mit lässigem Indierock á la The Strokes mit einer coolen Hook und teils drückende Heavy-Sound unterfüttert, der an die Queens Of The Stone Age erinnert. Und da hätten wir schon mal fast die Eckpunkt der Musik von BLŪMĒ in einer Nummer vereinigt. Man füge dann nur hin und wieder etwas Vernebeltes, Zurückhaltendes im alten Radiohead-Fahrwasser hinzu („Strangers“) und fertig ist das angenehm dampfende Musikmenü.

Eigentlich alles ganz einfach, aber genug Zutaten, um abwechslungsreiche, unterhaltsame Songs daraus zu zimmern. Die können dann groovend knirschen wie „The Sun“, gemütlich schlendern wie „I Will Be Better The Next Time I See“ oder fast schon deprimierend melancholisch sein („Bigger Than Myself“). Wobei man sich im letzteren Fall nicht hängenlässt, sondern am Ende doch noch selbstbewusst aufbegehrt. Dass man seine Inspirationen gerne aus dem Gestern zieht, macht man am Ende mit „I Miss The Ocean“ besonders deutlich. Mehr oldschool produzierter Stoff geht wohl nicht.

Nettes (also die guter Art von nett!), aber nicht bahnbrechendes Debüt. Kann man gerne noch mehr von sich hören lassen.

 

Trackliste:
1. Lethargy
2. The Sun
3. Two Of A Kind
4. Thin Ice
5. I Will Be Better The Next Time I See You
6. Bigger Than Myself
7. Strangers
8. Dream Of You
9. I Miss The Ocean

 

3.7