Hamburg, Laeiszhalle // 04.12.2018

 

Noch startet die Tour für mich zwar nicht, aber gestern war ich zur Kennenlernrunde beim zweiten Tag der Tour in Hamburg. Und was soll ich schon sagen? Die Laeiszhalle ist ein Theater. Mit Sitzplatzanweiser, Leuten die die Tür aufhalten, barocke Möbel im Backstage, mehr als 600 Sitzplätzen auf zwei Etagen und einer Akustik zum Niederknien.

So habe ich mich also aus dem kleinen Cuxhaven auf den Weg gemacht um Freund Matze zu treffen und die Tourcrew kennenzulernen. Und da gehört natürlich auch Chuck Ragan dazu, sowie der großartige Todd Beene, der mit dem Pedal Steel für die Gänsehaut sorgt. Die großartig herzliche Runde begrüßte mich auch gleich und nach einer kurzen Einweisung in die Örtlichkeit, startete das für mich erste Konzert dieser Tour.

Vor einem ausverkauften Haus legte Matze pünktlich los und auch wenn das durch die Größe der Location auf der Bühne nicht angekommen ist, habe ich beim Fotografieren an verschiedenen Plätzen und auf beiden Etagen das Mitsingen, das Lächeln und das Feiern im Publikum sehr wohl mitbekommen. Trotz gemütlicher Sitzplätze. Offensichtlich hatte Matze mit den heute eher ruhigen Songs auch eine Menge Spaß und so verabschiedete er sich freudestrahlend nach etwa 45 Minuten von der Bühne.

Nach einer kurzen Pause kamen dann die tätowierten Herren aus Übersee auf die Bühne und erzeugten schon beim Intro unfassbare Gänsehaut. Was so ein Pedal Steel bei einer Songwritershow ausmacht ist echt irre. Und so ergänzten sich Chuck und Todd in vielen der 21 Songs zählenden Setlist großartig. Das ist dann wohl das berühmte i-Tüpfelchen. Einige Songs, u.a. Hot-Water-Music-Akustikversionen, spielte Mr. Ragan dann solo und selbst im Backstage wurde von den Mitmusikern kaum gesprochen und ständig mitgesungen. Das war großes Kino!

Gegen 22.40 endete die Show dann mit drei Zugaben und einem gemeinsamen Song der drei reisenden Musiker. Das sichtbar begeisterte, punkrockgewöhnte Publikum musste sich scheinbar erstmal an die eine oder andere Besonderheit wie die Sitzplätze und den fehlenden Ausschank im Konzertsaal gewöhnen, wurde dafür aber mit einer großartigen Songwriter-/Folkshow von drei Vollblutmusikern beschenkt. Das war eine Show, die ich heute genau so gleich wieder besuchen wollen würde. Vorfreude auf die nächste Woche und noch viel mehr Chuck Ragan & Matze Rossi? Und wie!

 

 

Leipzig, UT Connewitz // 12.12.2018

Am 11.12.2018 ging es um 6.30 Uhr für mich los aus Cuxhaven und ab nach Leipzig.

Hier stand der mittlerweile 10. Tag der gemeinsamen Tour von Chuck Ragan und Matze Rossi an. Nach einem Besuch in Wien und beim Bergfestival war man also zum Doppelkonzert in den heiligen Hallen des UT Connewitz angetreten. Und auch hier waren beide Termine ausverkauft.

Doch bevor es für mich zur zweiten UT-Show ging, war ein Besuch im Büro des Highfield Festivals mitten in Connewitz angesagt. Supernette Leute da übrigens. Matze spielte vor ca. 35 Besuchern im kleinen Laden und Menschen, Glühwein und Musik ließen dann auch ziemlich schnell die kleine Show zu einem persönlichen und wunderbaren Nachmittag werden.

Am UT angekommen wurde man erstmal fürstlich bekocht. Das muss ich an dieser Stelle mal erwähnen. Das vegane Buffet war erste Sahne!

Ab 19.00 Uhr füllte sich dann der Laden und um 20.00 Uhr konnte Matze vor einem bereits vollen Haus starten. Das UT ist ein alte Kino. Ein halbrundes Podest in der ersten Etage wird als Backstage genutzt und so konnte ich mir einen super Überblick verschaffen während der Show. Und nebenbei Bier trinken.

Die 450 anwesenden Gäste im rappelvollen Club feierten Matze von Anfang an. Man merkt auf dieser Tour einfach auch wie das zusammenpasst. Ragan/Rossi. Und so eben auch das Publikum. Die Mitsingchöre bei Songs wie „Kein Zweifeln und Bedauern“ und „Alles was du willst“ hallten in der schönen Location lautstark bis zur hohen Decke. Großartig!

Um 21.00 Uhr starteten dann Chuck und Todd und legten von Anfang an los als würden sie um ihr Leben spielen. Die Best-Of-Setlist mit Versionen von Hot Water Music lassen echt einfach keinen Fuß still stehen. Und da hält einen Chuck Ragan auch nichts auf. Auch keine reißenden Saiten. Da wird die Gitarre am Ende einfach zum Cachon umfunktioniert. Dieser Typ, der keine 20 mehr ist, und dem man jeden Funken Musikererfahrung anmerkt, sprüht einfach so vor positiver Energie und Leidenschaft für das was er macht. Das kommt auf der Bühne, insbesondere auch im Zusammenspiel mit Todd, mehr als deutlich rüber und so ist es kein Wunder, dass die Anwesenden die Musiker heute gar nicht mehr von der Bühne lassen wollten und auch nach dem provisorischen „Gathering Woods“ mit allen beteiligten Musikern gemeinsam, wurde sich unglaublich Zeit gelassen für Fotos und kurz Gespräche.

Das war also der erste Tag meiner „Bless your Hearts“–Woche. Ich bin dann mal wieder 15 und wieder richtig Fan!

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On 11.12.2018 I started at 6.30 o‘ clock am from Cuxhaven and off to Leipzig. Here was the tour of Chuck Ragan and Matze Rossi.

After a visit to Vienna and the mountain festival, they had begun a double concert in the sacred halls of UT Connewitz. And again, both dates were sold out. But before I went to the second UT show, a visit to the office of the Highfield Festival in the middle of Connewitz was announced. Super nice people by the way. Matze played in front of about 35 visitors in the small shop and people, mulled wine and music soon turned the small show into a personal and wonderful afternoon.

Arrived at the UT there was a real royal meal. I have to mention that at this point. The vegan buffet was awesome! From 19.00 o‘ clock the hall was filling and at 8 pm Matze started in front of an already full house. The UT is an old cinema. A half-round pedestal on the first floor is used as a backstage and so I got a great overview during the show. And I was drinking beer by the way. The 450 guests present in the jam-packed club celebrated Matze right from the start. You also notice on this tour how good it fits together. Ragan / Rossi. And so also the audience. The sing-along choirs on songs like „Kein Zweifeln und Bedauern“ and „Alles was du willst“ echoed loudly in the beautiful location up to the high ceiling. Great! At 9 pm, Chuck and Todd started and from the beginning they were playing as if their lives would depend on it. The Best Of Setlist with versions of Hot Water Music didn’t let your feet stand still. And there’s nothing to stop a Chuck Ragan. Also no tearing strings. Since the guitar is simply converted at the end as a cachone. This guy, who is no longer 20 years old, and who is reminded of every spark of musicianship, simply sprays with positive energy and passion for what he does. This becomes apparent on stage, especially with the interaction with Todd, and so it is no wonder this day that the musicians did not want to leave the stage. After „Gathering Woods“ – with all the musicians involved together – there was an incredible time left for photos and short conversations with the fans.

So, that was the first day of my „Bless your Hearts“ week. I’m 15 again and really a fan!

 

 

Würzburg, St.-Johannis-Kirche // 13.12.2018

 

Aufgewacht in Leipzig! Nach dem wunderbaren Abend im UT Connewitz startet die Reisegruppe nach dem Frühstück in Richtung Würzburg. Ich sag mal es gibt schlechtere Strecken die man so auf den Autobahnen der Republik an sich vorbeiziehen sieht.

In Würzburg an der St.-Johannis-Kirche angekommen, haben wir dann auch erstmal die Kirche inspizieren können. Kirchen sind bei mir ja so eine Sache. So grundsätzlich kann ich damit nichs anfangen, aber für Hochzeitsreportagen und eben diese Tour, sehe ich sie relativ oft von innen. Die St.-Johannis-Kirche ist dann auch eine der schöneren. Passend dazu wurde sie relativ schlicht, aber schön beleuchtet im Innenraum.

Anmerkung am Rande: In Würzburg gibt es 16 Kirchen! 16 !

Reisegruppe Rotwein ist übrigens echt gut drauf. Ich habe selten so schnell in mein Schulenglisch zurück gefunden und vor allem selten soviel gelacht wie in diesen zwei Tagen auf der Tour. Vor allem Chuck und Todd sind den ganzen Tag gut drauf und haben so unfassbar ansteckende Lachen. Das macht es einem leicht sich bei der Gruppe wohl zu fühlen.

Die Menschen aus Würzburg und Umgebung waren auch echt heiß auf dieses Konzert. So sammelten sich ungefähr 850 Menschen bei Glühwein vor der Kirche und wurden um 19.30 Uhr eingelassen. Die Bänke waren auf zwei Etagen zum Start mit Matze Rossi um 20.30 Uhr komplett gefüllt. Ausverkauft!

Matze selbst merkte man an, dass er ein bisschen nervöser als bisher war. So waren an diesem Abend viele bekannte Gesichter und Teile der Familie Rossi anwesend, da Schweinfurt City um die Ecke ist und sich die Gelegenheit niemand entgehen lassen wollte. Gut gelaunt ging es also durch das Set und der Sound war kirchenmäßig super. Mit Segen von oben.

Chuck und Todd legten nach kurzer Pause gegen 21.45 Uhr los und der durch die Kirche getragene Sound ließ auch die letzten Reihen mit Fuß und Kopf wippen. Insgesamt war das Würzburger Publikum sehr symphatisch, aber ach sehr ruhig. Erst zu „Meet you in the Middle“ und der gemeinsamen Nummer „Gathering Woods“ standen 850 Süddeutsche und feierten mit den Künstlern einen grandiosen Abschluß.

Während ich das schreibe habe ich übrigens leichte Kopfschmerzen. Anschließende Weinprobe mit der Reisegruppe Rotwein. Hubi (Wine for Punx) und Christina Molitor sind die Besten und Christina hat unfassbar guten Wein am Start! Prost!

Nächster Halt: Good old Hannover!

 

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Woke up in Leipzig! After the wonderful evening at UT Connewitz, the tour group starts after breakfast in the direction of Würzburg. I’ll say there are worse routes you can see on the highways of the republic.

Arriving in Würzburg at the St. Johannis church we were able to inspect the church first. Churches are such a thing with me. So basically I can not do it, but for wedding reports and this tour I see them relatively often from the inside. The St. Johannis church is one of the more beautiful ones. Fittingly, it was relatively simple, but beautifully lit in the interior.

By the way: In Würzburg there are 16 churches! 16!

The tourcrew is really in a good mood. I have seldom found my way back to my schoolboy English and have seldom laughed as much as in these two days on the tour. Especially Chuck and Todd are in a good mood all day and have incredibly contagious laughs. That makes it easy to feel comfortable with the group.

The people from Würzburg and the surrounding area were really hot for this concert. So around 850 people gathered with mulled wine in front of the church and were admitted at 19.30 clock. The benches were completely filled on two floors from the start with Matze Rossi at 20.30 o’clock. Sold out!

Matze himself was hinted that he was a bit more nervous than before. Many familiar faces and parts of the Rossi family were present that evening as Schweinfurt City is around the corner and nobody wanted to miss that opportunity. In a good mood he went through the set and the sound was great church. With blessings from above.

Chuck and Todd set off after a short break at 9:45 pm and the sound carried by the church caused the last rows to bob foot and head. Overall, the Würzburg audience was very likeable, but oh very quiet. It was not until „Meet you in the Middle“ and the common number „Gathering Woods“ that 850 South Germans stood up and celebrated a grandiose conclusion with the artists.

Incidentally, while I’m writing this, I have a slight headache. Because of subsequent wine tasting with the Tour Group Red Wine. Hubi (Wine for Punx) and Christina Molitor are the best and Christina has unbelievably good wine! Thank you Christin! Bottom up!

Next stop: Good old Hannover!

 

 

Hannover, Markuskirche // 14.12.2018

 

Nach Würzburg ging es wieder in Richtung Norden. Hannover! Landeshauptstadt von Niedersachsen. Stadt mit der saubersten Aussprache. Angeblich. Und halt auch Stadt der Markuskirche.

Vier Stunden auf der A7 später trudelten wir dann in Hannover ein und die Reisegruppe Rotwein war nach der ersten Begutachtung der Kirche mal wieder von den Socken. In dieser Kirche würden heute Abend also knapp 850 Leute auftauchen und der Musik lauschen. Mit Glück auch mitsingen. Vielleicht sogar eine Träne vergießen.

Als pünktlich um 19.00 Uhr die Türen aufgingen, schlängelten sich auch 800 Menschen in die Kirche und man hatte irgendwie in den meisten Gesichtern schon die freudige Erwartung. Das aufgeregte Lächeln. Hannover. Ich muss tatsächlich meine Meinung über diese Stadt zurücknehmen.

Matze startete um 20.00 Uhr und wurde vom ersten Song an sofort angenommen. Textsichere Mitsinger in den Reihen, ein Chor bei „Best Friends“ der sofort Gänsehaut zauberte und ein sichtlich gut gelaunter Herr Rossi, der mir in Kombination mit seinen Ansagen nach so vielen gesehenen Shows wieder ein bisschen Pipi in die Augen gezaubert hat.

An dieser Stelle muss man nochmal erwähnen wie gut diese Kombination aus Chuck Ragan und Matze Rossi ist. Wie gut sie auf allen Ebenen funktioniert. Die Fans, die Musik, das Herzblut und die Verbindung zwischen Mensch und Musik. Großartig!

Anschließend erwartete Todd Beene & Chuck Ragan eine gut in Stimmung gebrachte Masse an Menschen, die ab dem ersten Song unfassbar gut mitmachten. Zwar blieb auch das Publikum in Hannover lieber auf den Stühlen sitzen, aber die warme Atmosphäre die sich hier breit machte, das Mitsingen, die vielen Menschen mit sichtlich gerührten Gesichtern sprachen Bände.

Insbesodere war es hier auch wieder der Solopart und die Akustikversion von „Drag my Body“, die das Publikum und auch mich total umgehauen hat. Chuck Ragan ist halt Chuck Ragan ist halt Chuck Ragan.

Es ist wirklich eine große Ehre mit dieser Truppe unterwegs zu sein. Bei all dem Stress, wenig Schlaf, stundenlangen Fahrten und vor allem der großen Entfernung zwischen den Lieben zu Hause und einem selbst, verlieren diese Menschen nie das hier Wichtige aus den Augen. Menschen mit Musik zu erreichen. Und das funktioniert auf dieser Tour, mit diesen Locations und mit soviel Herzblut wunderbar. Ich bin jeden Abend wieder völlig sprachlos. Hallo, ich bin Fan.

Nächster Halt: Münster, Punkrockcity!

 

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After Würzburg we headed north again. Hannover! State capital of Lower Saxony. City with the cleanest pronunciation. Allegedly. And also the city of the Markuskirche.

Later, we spent four hours on the A7 and the Tour Group Red Wine was once again amazed after the first inspection of the church. In this church this evening almost 850 people would appear and listen to the music. Sing along with luck, too. Maybe even shed a tear.

Punctually at 19.00 o’clock the doors opened and 800 people sneaked into the church and one there was written somehow  joyful expectations in most of the faces. The excited smile. Hannover. I actually have to withdraw my opinion about this city.

Matze started at 20.00 o’clock and was immediately accepted from the first song. Text-assured singeers at the ranks, a choir with „Best Friends“ who immediately cast goose bumps and a visibly good-humored Mr. Rossi who conjured up a bit of pee in his eyes with his announcements after so many seen shows.

At this point you have to mention again how good this combination of Chuck Ragan and Matze Rossi works. How well it works on all levels. The fans, the music, the heart and the connection between man and music. Great!

Afterwards, Todd Beene & Chuck Ragan expected a good crowd of people, who got along incredibly well from the first song. Although the audience in Hannover preferred to sit on the chairs, but the warm atmosphere that spread here, the singing along, the many people with visibly stirred faces spoke volumes. In particular, it was here again the solo part and the acoustic version of „Drag my Body“, which has blown away the audience and me as well. Chuck Ragan is Chuck Ragan is Chuck Ragan.

It really is a great honour to travel with this men. With all the stress, lack of sleep, hours of traveling and, above all, the great distance between loved ones at home and one’s self, these people never lose sight of what’s important here. Reaching people with music. And that works well on this tour, with these locations and with so much heart and soul. I’m completely speechless every night again. Thank you!

Next stop: Münster, Punkrock City!

 

Münster, Klamm & Heinrich und Grand Münster Slam // 15.12.2018

Nach Hannover ist vor Münster. Relativ kurze Fahrt, gute Laune und ein bisschen spät dran. Ich habe in Münster erstmal den Herrn Rossi für eine Nachmittagsshow im Klamm & Heinrich begleitet. Empfangen von der meganetten Crew im Schnitzelrestaurant, machte man sich daran das erste Konzert in den Räumlichkeiten zu einem guten Moment werden zu lassen. Schließlich war auch hier mit 70 Tickets Ende Gelände und stilecht waren wir auch hier ausverkauft.

Von 15:00 – 16.30 Uhr spielte sich Matze in einem für die Tour intimen Rahmen durch seine Songs und die Anwesenden dankten es mit textsicherem Mitsingen. Schön war das! Und das Essen danach war auch super. Auch wenn ich als neuer in der Runde noch lernen muss. Denn eine Bohnenpfanne ist nicht die beste Wahl, wenn man mit so einer Reisegruppe rund um die Uhr zusammen ist. Egal.

 

 

Anschließend ging es dann in Lichtgeschwindigkeit zur Punkshow. Die Donots hatten in ihre Heimat geladen und sich für den Grand Münster Slam Nummer 5 mal eben die Münsterlandhalle und 6.500 Menschen eingeladen. Turbostaat waren auch da.

Chuck sollte hier den Abend eröffnen und mit den anschließenden Shows von Turbostaat und den Donots war der Ausflug zu Pedal Steel und Akustikgitarren genau die richtige Ergänzung. Für mich persönlich war es vor allem eine Abwechslung, auch wenn mir die Kirchenshows der regulären Tour lieber sind. Ich bin halt gemütlich.

Der Abend endete mit einem gemeinsamen „So long“ der Donots mit Chuck und einigen Drinks in der Hotelbar. Ebenfalls gemeinsam.

Dabei muss ich mal erwähnen wie verrückt und zugleich schön erdig das alles ist. Der Umgang der Musiker miteinander ist so respektvoll und freundschaftlich. Niemand spielt sich abseits der Bühne in den Vordergrund oder hält sich für wichtiger als die anderen. Ich bin unendlich dankbar dabei zu sein!

Next: Wiesbaden!

 

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After Hannover is before Münster. Relatively short drive, good mood and a bit late. I first accompanied Mr. Rossi in Münster to an afternoon show in the Klamm & Heinrich. Received by the mega nice crew in Schnitzelrestaurant they set themselves to the first concert in the premises to be a good moment. Finally, only 70 tickets and that’s it! And in proper style we were sold out here.

From 3:00 pm to 4:30 pm, Matze performed in an intimate setting for this tour through his songs, and those present thanked it with voice-assured singing along. That was nice! And the food was great, too. Even if I still have to learn as a newcomer in the round. Because a bean pan is not the best choice if you are with such a group 24/7. No matter.

Then we went with the speed of light to Punk show. The Donots had invited to their home and invited for the Grand Münster Slam number 5 at the Münsterlandhalle and 6.500 people followed the invitation. Turbostaat were there, too.

Chuck was supposed to open the evening here and with the shows by Turbostaat and the Donots, the thrill of pedal steel and acoustic guitars was exactly the right complement. For me personally it was a change, even if I prefer the church shows of the regular tour. I’m just comy.

The evening ended with a shared „so long“ of Donots with Chuck and some drinks in the hotel bar. Also together.

Here I have to mention how crazy and at the same time beautiful earthy everything is. The way the musicians interact is so respectful and friendly. No one plays in the foreground off the stage or considers himself more important than the others. I am infinitely grateful to be here!

Next: Wiesbaden!

 

Wiesbaden, Ringkirche // 16.12.2018

Wiesbaden! Wie schön bist du denn? Ich kann mich dunkel erinnern vor Ewigkeiten mal in Wiesbaden gewesen zu sein und als Freund der Revival Tour hörte man sowieso schon von der Ringkirche, aber ich war von den alten Gebäuden und der Kirche dann doch ziemlich beeindruckt.

Dazu kam die Crew vom Schlachthof Wiesbaden, die von Anfang an routiniert einen krassen Sound und ein mega Licht zauberten. By the way, waren die Jungs alle mega gute Menschen. Großartig!

Schon vor dem Start des Abends war klar, dass es besonders wird. Das Publikum in Wiesbaden ist große Konzerte von Künstlern wie Chuck Ragan, Dave Hause und Co. in der Ringkirche gewöhnt, durfte Bier in der Kirche trinken und war herzlich und dankbar für diesen Abend.

Das zeichnete sich schon bei Matze ab, dem an diesem Abend durch ein aufmerksames und mitfühlendes Publikum ein warmer Empfang geboten wurde. Bei einem Licht, das ich so auf dieser Tour noch nicht gesehen habe, zauberte Matze jedem einzelnen Zuhörer und auch mir eine Gänsehaut. Ich habe mittlerweile so viele Konzerte von Matze gesehen, kann jeden Song auswendig, kenne die erzählten Geschichten, aber bei dieser Tour habe ich immer wieder weiche Knie bekommen, mich in den versteckten und gesperrten Bereich einfach hingesetzt, die Kamera weggelegt und zugehört. Ganz ungestört und für mich. Das waren musikalisch so Momente, die ich mit Sicherheit nie vergessen werde. Danke dafür!

 

 

Chuck und Todd waren dann um 21.00 Uhr an der Reihe und hatten das Publikum (600 Leute) von Anfang an auf ihrer Seite. Grinsende Gesichter, singende Menschen und die vielen wackelnden Füße sprachen eine eindeutige Sprache.

Die Setlist war ein Ritt durch die Best-of-Liste und die gewohnt guten Hot-Water-Music-Akustikversionen. Zur Überraschung gab es heute dann auch gleich zwei Songs zusammen mit Matze Rossi. Mitten im Set gab es noch ein relativ spontanes Rocky-Votolato-Cover der drei Herren. Gänsehaut!

Mir wurde dann auch irgendwie nach und nach klarer warum immer alle von der Ringkirche in Wiesbaden sprechen, wenn es um diese Art Konzerte geht. Das Zusammenspiel der großartigen Veranstaltercrew und den unfassbar schönen Räumlichkeiten in der Ringkirche, die dann mit Musikern wie Chuck und Matze perfektioniert wird, verspricht scheinbar immer einen unvergesslichen Abend. Ringkirche? Mega!

Tourfinale dann in München! Ich bin schon jetzt ein bisschen traurig, auch wenn ich mich auf meine Familie freue.

 

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Wiesbaden! How beautiful you are. I remember being in Wiesbaden ages ago, and as a friend of the revival tour I already heard about the Ringkirche, but I was quite impressed by the old buildings and the church.

And then there was the crew from the Schlachthof Wiesbaden, who routinely conjured up a perfect sound and a wonderful lighting from the beginning. By the way, the guys were all really good people. Great!

Even before the start of the evening it was clear that it is special. The people in Wiesbaden are used to big concerts by artists like Chuck Ragan, Dave Hause and Co. in the Ringkirche an they were allowed to drink beer in the church and were warm and thankful for this evening.

This already becoam apparant with Matze, who received a warm welcome this evening by an attentive and sympathetic audience. In a lighting that I have not seen so on this tour, Matze conjured every single listener and me goose bumps. I have seen so many concerts by Matze now, I can memorize every song, I know the stories told, but during this tour I always got weak knees, just sitting down in the hidden and locked area, putting the camera down and listen. Quite undisturbed and just for me. These were musical moments that I will never forget. Thanks for that!

Chuck and Todd followed at 9:00 pm and had the audience (600 people) on their side right from the beginning. Grinning faces, singing people and the many wobbly feet spoke a clear language.

The setlist was a ride through the „best of list“ and the usual good Hot Water Music acoustic versions. As a surprise, today there were two songs played together with Matze Rossi. In the middle of the set there was a relatively spontaneous Rocky Votolato cover of the three men. Goose bumps!

Somehow it became clear to me why everyone always talks about the Ringkirche in Wiesbaden when it comes to this kind of concert. The interplay of the great organizing crew and the incredibly beautiful rooms in the Ring Church, which is then perfected with musicians like Chuck and Matze, promises always an unforgettable evening. Ringkirche? Wonderful!

Tour finale then in Munich! I am a bit sad now even if I am looking forward to my family.

 

München, St. Matthäuskirche // 17.12.2018

Jetzt war es echt schon soweit. Wir machten uns auf den Weg aus Wiesbaden weiter in den Süden. Die St. Matthäus Kirche mit knapp 900 Gästen stand auf dem Plan.

Schon mit einem bisschen komischem Gefühl im Magen wegen dem bevorstehenden Abschluss der Tour, aber auch mit einer Menge Vorfreude auf die Lieben Zuhause, trafen wir dann auch pünktlich in München ein. Da fällt mir die Frage ein, wie viele Weihnachtsmärkte es eigentlich in München gibt. Gefühlt sind wir an jeder zweiten Straße an einem eigenen vorbeigefahren. Aber am Ende bei der St. Matthäuskirche gelandet.

Die Kirche, die wie schon gesagt 880 Menschen Platz bieten würde, war auf Weihnachten eingestimmt und hatte im Altarbereich, der ja hier zur Bühne wurde, zwei große geschmückte Weihnachtsbäume zu bieten. Die beste Kulisse für einen würdigen Abschluss. Und der sollte es auch werden.

Bei Matze ab 20.00 Uhr noch ein wenig verhalten, taute das Publikum dann aber schnell auf. Matze spielte und sang sich stimmgewaltig durch seine Songs, was auch das Publikum mitnahm und zum Mitsingen und Verliebtsein brachte. Mich würde es nicht wundern, wenn in München demnächst Leute ihre Jobs kündigen. „Alles was du willst“ und so.

Todd Beene und Chuck Ragan brachten die Hütte dann anschließend völlig zum Ausflippen. Das Müchner Publikum war definitiv eines der lautesten, wenn es um Mitsingen und Applaus geht. Immer wieder standen Menschen zum Tanzen auf, aber wie das in einer Kirche so ist, macht man nicht immer was man machen möchte, und so fand das Konzert doch wieder größtenteils im Sitzen statt. Zur Zugabe gab es dann aber doch kein Halten mehr und „Meet you in the middle“ und „Gathering Woods“, gemeinsam mit Matze Rossi, wurden so dermaßen abgefeiert. Ich dachte hier will heute gar keiner mehr nach Hause.

Aber leider geht auch das schönste Konzert mal zu Ende. Und damit die schönste Tour. Für mich war diese knappe Woche ein großes Erlebnis. Meine drei musikalischen Helden gehören da genau so dazu, wie Merch-Man Thomas Schindler. Wie Tourmanager Alex Solke.  Und wie die vielen Menschen die sich bei jeder einzelnen Station den Arsch aufgerissen haben für die Shows. Das war eine Woche die ich nie vergessen werde und für die ich unendlich dankbar bin.

Wenn ich dann ausgeschlafen habe und frisch geduscht bin, werde ich mich in den nächsten Tagen auf ungefähr 80 GB Fotos und Kurzvideos stürzen. Da kommt noch was.

Next: Home!

 

 

Now it was rally about time. We made our way from Wiesbaden further south. The St. Matthew’s Church with almost 900 guests was on the plan.

Already with a bit strange feeling in the stomach because of the upcoming conclusion of the tour, but also with a lot of anticipation for the loved ones at home we met punctually in Munich. That reminds me of how many Christmas markets there are in Munich. It felt like there was one in every second street we passed by. But finally wie ended up at the St. Matthew’s Church.

The church, as I said before, would accommodate 880 people, was keyed to Christmas and had two large decorated Christmas trees in the altar area, which became a stage here. The best backdrop for a worthy end. And it should be, too.

While Matze started at 20.00 o’clock a little restrained, the audience thawed quickly. Matze played and sang powerfully through his songs, which also took the audience with them and brought them to sing along and be in love. I would not be surprised if soon people quit their jobs in Munich. „Alles was du willst“ and so on.

Todd Beene and Chuck Ragan then completely freaked out. The audience in Munich was definitely one of the loudest when it comes to sing-along and applause. Over and over people stood up to dance, but as is the case in a church you do not always do what you want to do, and so the concert took place again mostly sitting. But there with the encores „Meet you in the middle“ and „Gathering Woods“ (together with Matze Rossi) all the barriers broke and the songs were really celebrated. I thought nobody wanted to go home today.

But unfortunately, even the most beautiful concert comes to an end. And thus the most beautiful tour. For me, this tight week was a great experience. My three musical heroes are as much a part of it as Merch-Man Thomas Schindler. Like tour manager Alex Solke. And how the many people who busted off their asses at every single station for the shows. This was a week I will never forget and for which I am infinitely grateful.

If I have slept well and showered fresh, I will go for about 80 GB of photos and short videos in the next few days. There’s something else coming.

Next: Home!