Achtung, diabolischer Garagen-Rock inside!

Zwei Leute, Gitarre und Schlagzeug: Damit sind Black Magic Six fast so etwas wie die teuflische Version der White Stripes. Laut eigenen Angaben sind Satan, Punk und Venom die größten Einflussgeber. Und was die beiden Herren so zocken, ist auch ganz böser, aber betont lässiger sowie schmutziger und aufs Nötigste reduzierter Rock’n’Roll. Ein wildes Gemisch aus Punk, Rockabilly und ein bisschen Metal, gespielt mit Eiern und jeder Menge Wahnsinn. Wenn da mal wieder jemand sagt „die Spinnen, die Finnen“, dann hat er bei diesem Powerduo ziemlich Recht.

Black Magic Six zögern auch nicht lange und ihr neuester Streich „Choose Death“ ist alles andere als Musik für Schöngeister. Dieser Sound zielt eindeutig auf die niederen Instinkte. Und das ist auch gut so. Wer mal wieder die Sau rauslassen möchte, ist hier genau an der richtigen Adresse. Ein durch den Dreck gezogener und durchaus schon mal fast metallischer Gitarrensound, der raue und engagierte Gesang sowie die manchmal stolpernde und dann wieder absolut geradlinigen Drums sind hier der Weg zum (Ausflipp-)Glück und Songs wie „9 To Midnight“, „Better Run Fast“ oder „16 Tons Misery“ richtige Spaßpillen.

Früher klang die Band etwas gleichförmig. Etwas das man hiervor allerdings nicht so wirklich sagen kann. „Shake, Shake, Shake“ hat zum Beispiel eine starke Surfsound-Komponente, während „All Night Long“ als düsterer Blues im Fahrwasser von Tom Waits daher kommt. „Red Clouds“ versucht sich anfangs im Akustiksound und „Raw“ gibt sich lässig im Groove-Gewand. Das Album endet zudem mit „Golden Jackal“ schon regelrecht relaxt und melodisch.

Kurz und gut: Black Magic Six sind eine coole Truppe und das hier der richtige Adrenalinstoß für zwischendurch. Mit rund 27 Minuten ist das Ding auch kaum zu lang.

Trackliste:
1. Dance With Me, Satan
2. Shake, Shake, Shake
3. 9 To Midnight
4. All Night Long
5. Red Clouds
6. Grease The Machine
7. Raw
8. Better Run Fast
9. 16 Tons Misery
10. Golden Jackal

Black Magic Six - Choose Death (Svart Records, 07.04.2017)
4.0Gesamtwertung