Boah, was ein dickes Ding! Die Amis von Between The Buried And Me sind schon immer auf meiner musikalischen Landkarte präsent gewesen. Allerdings war die Band immer mehr eine Truppe aus der zweiten Reihe. Die bisherigen Alben waren immer sperrig und auch für einen Liebhaber von progressiven und harten Tönen eher schwer verdaulich.

Prinzipiell hat sich daran auch beim neuen Langdreher „Automata I“ nichts geändert. Das Album ist auf zwei Teile ausgelegt und beide Teile zusammen ergeben Konzeptalbum mit einer zusammenhängenden Geschichte, welche in der Zukunft handelt, allerdings viele Querverweise auf unsere heutige Gesellschaft bereithält. Thematisch geht es um einen Menschen, dessen Gedanken und Träume zur Unterhaltung in die Öffentlichkeit gestreamed werden. Klingt verrückt, ist es vielleicht auch, aber wer weiß, welche kranken Dinge der Menschheit in der Zukunft noch so einfallen. Die Story ist wohl ein Puzzle, welches dann auch erst mit dem zweiten Teil von „Automata“ vervollständigt wird!

Musikalisch wird das Thema mehr als ansprechend umgesetzt. „Condemned To The Gallows“ started mit akustischen Gitarren, welche allerdings recht schnell mit elektrischen ausgetauscht werden. Danach geht die wilde Fahrt los. Im Uptempo prescht die Band durch den Song, wechselt dabei Rhythmik und Harmonien so ansatzlos, wie auch der Sänger vom Klargesang zu Growls wechselt.

Between The Buried And Me verstehen es allerdings besser als früher ihren Songs ein rote Linie zu verpassen und den Zuhörer so bei der Stange zu halten. Bei früheren Alben der Band bin ich des Öfteren wegen der Komplexität der Songs vorzeitig ausgestiegen, das ist auf „Automata I“ nicht so.

Ich freue mich auf Teil II

1. Condemned To The Gallows
2. House Organ
3. Yellow Eyes
4. Millions
5. Gold Distance
6. Blot

 

Between The Buried And Me - Automata I (Sumerian Records, 09.03.2018)
4.5Gesamtwertung