Nachdem `Ben Folds Five` ja eigentlich schon seit Jahren nichts mehr von sich haben hören lassen, kann man das von Sänger und Pianist Ben Folds nicht wirklich behaupten.

Nach mehreren Soloalben und dem einen oder anderen Projekt mit so namenhaften Personen wie dem Schriftsteller Nick Hornby steht nun mit „So There“ das nächste Werk in den Startlöchern. Sind die ersten acht Songs des Albums noch von den Solokünsten des US-Amerikaners beherrscht (hier lässt er sich von einem New Yorker Instrumental-Sextetts namens `yMusic` begleiten), so entstanden die letzten drei Stücke namens „Concerto For Piano and Orchestra“ gemeinsam mit den Nashville Symphony Orchestra.

Die meist poppig gehalten Songs fallen durch ihre emotionalen und melancholischen Texte auf, welche Ben mit jedem weiteren Album zu perfektionieren scheint. Bereits beim Opener „Capable of Anything” vertritt er den Standpunkt, zu den irgendwann gemachten Fehlern zu stehen und somit aus ihnen lernen zu können… egal wie sehr das „sich damit beschäftigen“ schmerzt und alte Wunden aufreißt!

„So There“ klingt stellenweise wie alte `Ben Folds Five` Sachen mit einer Prise mehr Pop. Das aktuelle Album wird definitiv keinen Platin-Status mehr erreichen, wie es ehemalige Alben geschaffte haben, aber das wird Ben Folds wahrscheinlich mehr als egal sein… über sowas wird er zu diesem Zeitpunkt seiner Karriere bestimmt keine Gedanken mehr machen!

 

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Tracklist:
01. Capable of Anything
02. Not A Fan
03. So There
04. Long Way To Go
05. Phone in a Pool
06. Yes Man
07. F10-D-A
08. I’m Not the Man
09. Concerto for Piano and Orchestra, Movement 1
10. Concerto for Piano and Orchestra, Movement 2
11. Concerto for Piano and Orchestra, Movement 3

Ben Folds – BANDPAGE

Ben Folds – So There (New West Records, 11.09.2015)
3.6Gesamtwertung