In Deutschland gibt es ja seit einiger Zeit eine riesen Welle neuer junger Thrashbands, viele aus dem Süddeutschen Raum, z.B. TRAITOR, DUST BOLD usw. Aber eben auch BATTLECREEK aus Bayern.

Die Buam legen ihr 2. Brett nach dem Debüt von 2011 „wake the plaque“.  Das neue Album heißt „hate injection“ und kommt mit einem typischem aber dem Stil entsprechenden Cover daher – ist allerdings Geschmackssache. Ich glaube auch die meisten neuen Thrash Bands haben den gleichen Menschen, der die Logos entwirft 😀

battlecreek-band

Gleich nach den ersten Tönen ist klar, wo die Reise hingeht. Eine lustige Mischung aus oldschool german thrash meets EXODUS meets POSSESSED.  BATTLECREEK verzichten zu Anfang völlig auf irgendwelche Schnörkel und bolzen fröhlich ihren Stiefel runter. Beim 4. Song dachte ich noch, das es jetzt auch etwas langweilig wird, aber mit „blood for the president“ kam spieltechnisch dann doch etwas Abwechslung  und die Gesangslinien sind hier auch endlich etwas interessanter gestaltet.

Mir gefällt an den meisten neuen Thrashbands – wie auch hier bei BATTLECREEK, alles kling sehr frisch und man hört bei den Jungs einfach die Spielfreude und den Spass am Metal. Der Ernst der 90er wird komplett ausgeblendet und man ist oldschoolig einfach nur aus Bock unterwegs. So soll es sein.

Allerdings muss man trotz allem Spass aufpassen, das man nicht einfach ins „stumpfe“ abdriftet.

Das ist auch mein kleines Problem mit der Platte: Leider wird zu wenig Abwechslung geboten. Das Instrumental „dädldi dädldi dä“ zeigt ja, das die Jungs doch noch mehr können als einfach alles nur runterzuballern.  Ich hätte den Bass auch gerne etwas deutlicher und mehr unterstützend zur Gitarre gehört. Der Gesamtsound ist ok – keine großen Beanstandungen. Alles druckvoll und passend trocken produziert.

Unterm Strich gefällt mir die Platte nach hinten raus besser aber es ist auch noch Luft nach oben. Der Szene ist groß und es gibt sehr viele tolle neue Bands an denen sich BATTLECREEK messen lassen muss. Da muss einfach noch etwas mehr kommen.

Fazit:

Wer auf new-wave-of-german-oldschool-thrash, mit den oben genannten US-Bands als Würze steht, kann hier blind zugreifen. Einen Schuss mehr Abwechslung und dann knallt es richtig!

Als Bonustracks gibt es 2 Coverversionen und einen Alt-Song von 2005.

battlecreek-hate-injection-front

 

Tracklist:

01. Dealing Death
02. Redneck Riot
03. Kill Or Be Killed
04. Hate Injection
05. Blood For The President
06. Fuck The Demon
07. Hell In A Cell
08. Dädldi Dädli Dä (Instrumental)
09. Nodeng Of Darkness
Bonustracks
10. Bomb Under Your Pillow (Coverversion Sarepta)
11. Set Me Free (Coverversion The Sweet)
12. Turbodestroyer (Song von 2005)

Battlecreek – Hate Injection (Violent creek records, 11.11.2016)
3.8Gesamtwertung