At The Gates – The Nightmare Of Being (CenturyMedia, 02.07.2021)

Das letzte At The Gates-Album „To Drink From The Night Itself“ hat mich nicht komplett abgeholt, was vielleicht auch an der eigenen Erwartungshaltung liegt. Rückblickend würde ich das nun vielleicht anders sehen, das Album hat es doch recht häufig in meinen CD-Player geschafft.

Nun liegt mit „The Nightmare Of Being“ das neue Langeisen der Schweden vor und At The Gates legen ein ziemliches Brett vor und das Album macht es dem Zuhörer nicht so einfach. Die alten At The Gates-Scheiben haben zumindest bei mir immer fast direkt gezündet, aber zumindest mit den beiden letzten Alben sind die Schweden sind doch komplexer als die Frühwerke.

Das kann man auch an der Geschwindigkeit der Songs festmachen. Teilweise drosselt die Band das Tempo doch ordentlich, was dann aber auch dazu führt, dass die Lieder tatsächlich druckvoller aber auch schwieriger zu greifen sind! “The Fall Into Time“ ist so ein Beispiel. Der Song hat einen komplexen Aufbau und wechselt Tempo und Atmosphäre oft. Das krasse Gegenteil ist „The Abstract Enthroned“ hier schießt die Band schön aus der Hüfte, überrascht dann aber auch wieder mit plötzlicher Verlangsamung des Songs.

Schaut man sich die bisherigen Alben der Band nach dem Comeback an, dann muss man feststellen, die alten At The Gates gibt es so nicht mehr. Die Schweden haben sich weiterentwickelt. Ich für meinen Teil kämpfe noch mit dem Album und warte ab, ob „The Nightmare Of Being“ sich weiter in den Gehörgang fräst oder ob das Album im Regal verschwindet. Eine Prognose mag ich noch nicht geben!

 

1. Spectre of Extinction
2. The Paradox
3. The Nightmare of Being
4. Garden of Cyrus
5. Touched by the White Hands of Death
6. The Fall into Time
7. Cult of Salvation
8. The Abstract Enthroned
9. Cosmic Pessimism
10. Eternal Winter of Reason

3.9