Die aus Iowa stammenden Aseethe gibt es schon seit zehn Jahren. Nach zahlreichen Splits und einer ganzen Latte an EPs ist „Hope Of Failure“ erst das zweite Album der dreiköpfigen Truppe. Vier Stücke in 43 Minuten. Das ist doch mal eine Ansage. Wird also nix mit schnell rein und wieder raus. Nun denn, stürzen wir uns ins Vergnügen!

Die Platte fängt gar nicht mal so schlecht an. Schleppender, doomiger Dröhn-Sound in bester Neurosis-Manier. Irgendwann setzt auch der kehlige Gesang ein und es wird ganz schön garstig. Zwischendurch ein leiser Part der Ruhe vortäuscht, bevor man sich komplett ins Unglück stürzt. Ein Sound zwischen Drone und Doom – und verdammt heavy. Da scheint keine Sonne mehr, wenn Aseethe loslegen. Doom als doom can, sozusagen.

Dabei liebt das Trio die Tristesse und die Eintönigkeit. Denn die einzelnen Stücke werden unheimlich ausgewalzt und in die Länge gezogen, ohne dass allzu viel passiert. Das kann oftmals funktionieren und zu hypnotischer Musik führen. Doch in dem Fall möchte das irgendwie nicht klappen.

Irgendwann ist es einem auch egal, was hier passiert. Zwischendurch hört man mal hin, wenn die Gesangspassagen wie bei „Barren Soil“ aufwühlender werden oder „Into The Sun“ einen mit einer klaren Gitarrentextur umgarnt. Doch der letztliche Kick fehlt. Wie ein viel zu langer Bürotag, an dessen Ende auch nur das zu Bett gehen steht. Ich glaube da gehe ich jetzt auch hin…

Nur was für Doom-Allessammler.

Trackliste:
1. Sever The Head
2. Towers Of Dust
3. Barren Soil
4. Into The Sun

Aseethe - Hope Of Failure (Thrill Jockey, 24.02.2017)
2.5Gesamtwertung