Horrorfilme und Doomrock – kann ja durchaus gut zusammen passen. Und das tut es auch, wie es Arcana 13 auf ihrem Album „Danza Macabra“ beweisen.

Die vier Herren hinter der Band (u.a. bei Mnemic und Void of Sleep tätig) haben ein großes Faible für italienische Horrorfilme von Regisseuren wie Lucio Fulci, Dario Argento und Mario Bava. Diese Einflüsse möchten sie in ihrer Musik mit altem 70er-Jahre-Heavyrock kombinieren und so cineastische Musik kreieren – jeder einzelnen Songs bezieht sich auch auf einen alten Film.

Klingt vielleicht etwas verschwurbelt oder ambitioniert, funktioniert aber überraschend gut. Musikalisch tönt das über weite Strecke wie launige Black Sabbath oder Pentagram. Hinzu kommt eine Melodieführung, die nicht immer auf der dunklen Seite wandelt, sondern der auch ein vergleichbar poppiges Element wie bei Ghost innewohnt. Dazu addiert die Band einen Hauch filmische, melancholische Atmosphäre in Form von Samples, Orgelklängen und ein etwas gruseliger Düsternis. Fertig ist die Chose.

Das funktioniert deshalb so gut, da die Songs an sich gut sind. Schwere Riffs mit bluesigem Grundgeschmack, gut gesetzte Tempowechsel und die die teils harmonischen Gesangslinien sorgen für einen beständigen wohligen Schauer. Das alles gipfelt in einer Coverversion der Soundtrackmeister von Goblin („Susperia“), die man aus dem Synthiekorsett in einen treibenden Heavy-Bluesrock transferierte.

Um das Bild komplett zu machen hat man zudem Künstlerlegende Enzo Sciotti engagiert, der für ein entsprechendes Artwork sorgte. So bleibt am Ende ein überraschend rundes und unterhaltsames Album, dem man ruhig den einen oder anderen Hördurchgang gönnen darf.

Hier hat doch tatsächlich eine Band ihre kleine Nische für sich entdeckt!

Arcana 13 - Danza Macabra

Trackliste:
1. Dread Ritual
2. ArcaneXIII
3. Land of Revenge
4. Oblivion Mushroom
5. Suspiria
6. Blackmaster
7. The Holy Cult of Suicide
8. Hell Behind You

Arcana 13 - Danza Macabra (Aural Music, 11.03.2016)
4.1Gesamtwertung