Die Brasilianer Angra liefern eigentlich seit Jahren konstant gute Alben ab, neben der qualitativen Konstante gibt es noch eine andere Komponente, welche bei Angra immer wieder auftritt. Dies sind die personellen Veränderungen. Jetzt betrifft dies den für die Band so wichtigen Gitarristen Kiko Loureiro, welcher nun sein Tagwerk bei Megadeth erledigt.

Auf dem neuen Album „Ømni“ hat Loureiro aber zumindest noch ein paar Gastauftritte, dazu kommt mit Arch-Enemy-Sängerin Alissa White-Gluz noch eine weitere hochkarätige Musikerin hinzu, welche dem neuen Album den letzten Schliff verleihen sollen.

„Ømni“ ist ein Konzeptalbum. Und um das Konzept ganz groß aufzuziehen, hat „Ømni“ die Aufgabe bekommen die Konzepte der Alben „Holy Land“, „Rebirth“ und „Temple Of Shadows“ miteinander zu verbinden. Eine große Aufgabe. Liest man sich das schön gestaltete Textbooklet durch dann trifft man auf verschiedene Science-Fiction-Handlungen, welche zu unterschiedlichen Zeiten spielen. Interessant!

Musikalisch gibt es das was wir von Angra seit nun mehr als 26 Jahren kennen. Schnell vorgetragenen Power Metal, welcher gerne mal Elemente aus der Neoklassik aufnimmt.

„Light Of Transcendence“ ist dabei nicht der stärkste Opener, sondern eher guter Durchschnitt für die Band, schnell und melodisch. So kennt man die Brasilianer. „Travelers Of Time“ gefällt mir da schon besser. Ein paar Tribaldrums im Rhythmus, der Song ist eher im Midtempo-Sektor angegliedert und mit einem grandiosen Refrain ausgestattet. Songs dieser Qualität gibt es viele auf diesem Album. Anspieltipps könnten sein die Lieder „Caveman“, „War Horns“ und „Black Widows Web“. Hier gibt es auch Frau Gluz zu hören.

Am Ende des Albums wartet der zweiteilige Titelsong des Albums, aber gerade mit dem zweiten Teil stehe ich etwas auf Kriegfuß. Keyboard-Overkill!

Fazit: Starkes Album, lediglich der erste und der letzte Song wollen nicht so recht überzeugen!

 

1. Light Of Transcendence
2. Travelers Of Time
3. Black Widow’s Web (feat. Alissa White-Glutz)
4. Insania
5. The Bottom Of My Soul
6. War Horns
7. Caveman
8. Magic Mirror
9. Always More
10. Ømni – Silence Inside
11. Ømni – Infinite Nothing

 

http://www.angra.net/

Angra - Ømni (ear Music, 16.02.2018)
4.2Gesamtwertung