The Static Age waren schon immer eine Band, die mich durch die Stimme von Andrew Paley in Kombination mit dem Post-Punk an zeitlose Bands, an Wave, an England und an große Melodien erinnert haben. Songs wie „Eulogy“ begleiten mich noch immer zu allen Lebensphasen.

„Sirens“ schafft genau dieses Feeling, nur mit einem reduzierten Sound. Mehr Bon Iver, weniger 80er Wave/Punk. Diese ganz besondere Stimmung, diese getragene Melancholie stellt sich gleich beim Opener „Come Home“ ein, hüllt dich in einen Mantel aus Atmosphäre und schmeichelt sich ein. Paley schafft es, mit seiner Stimme und leisen und wenigen Instrumenten Songs „rauszuhauchen“, ohne dabei langweilig oder belanglos zu werden.

Zwar fehlen hier die  großen rausstechenden Ausbrüche nach oben oder unten, dafür ergibt das gesamte Album ein rundes Bild. 12 Songs lang werden hier Geschichten erzählt. Über große Gefühle, kleine Momente und das ganze wird untermalt von einem Soundtrack, der ansich schon so wunderschön ist, dass er sich für den verregneten Nachmittag am Fenster perfekt eignet.

Mit „Sirens“ und allen dazugehörenden Songs ist Andrew Paley ein kleines Kunstwerk gelungen. Berührende und persönliche Songwritermomente, die durch den Geschichtenerzähler zu einem großen Moment werden. Danke dafür!

andrew-paley-cover

  1. Come Home
  2. Take Over
  3. Let Me Go
  4. Go To The Wolves
  5. Ellie Dreams of Flight
  6. Feeling Detroit
  7. Ellie
  8. Father John
  9. Surf Street
  10. It’s Morning
  11. Caroline The Brave
  12. Brick Red in the Sun
Andrew Paley - Sirens (Make My Day Records, 18.11.2016)
4.5Gesamtwertung