Wenn man sich über „An Early Cascade“ einlesen möchte, bekommt man von „Post-Hardcore“ über „Metalcore“ bis zu „Emo“ alles mögliche an Genres angeboten. Und wenn man sich dann noch hinsetzt und den ersten Kontakt zur Musik aufbaut, passt noch nicht einmal eine Mischung aus allem zusammen.

Nach ohne Ende Neuerfindungen, Shows mit Bands wie Heisskalt, Emils Bulls und Co. und legendären Liveshows, landet jetzt die EP „Kairos“ bei mir auf dem Tisch und ich bin ein wenig sprachlos. „An Early Cascade“ nehmen dich einfach mit auf einen wilden Ritt zwischen wütenden Muse, schlaueren Danko Jones und bösartigen englischen „The-Bands“. Verrückt.

Selten bekommst du so pfiffig auf den Hals wie in „Passengers of Today“ und stehst so unprollig breitbeinig wie in „Light Drowning“. Großartig!

Insgesamt werden uns hier fünf Songs und ein instrumentales Stück um die Ohren gehauen und zwar so abwechslungsreich und fett vorgetragen, wie ich es schon lange nicht mehr erlebt habe. Warum diese Band nicht schon lange ganz oben mitspielt, ist mir nach dieser EP ein absolutes Rätsel. Wenn dieses Niveau auf einem Album so durchgehalten wird, wird das eine klare 5 Sterne-Kiste. „An Early Cascade“ und Kairos sind auf jeden Fall meine aktuellen Retter des Rock, weil hier Herzblut auf Individualität und technisches Können trifft. Großartig!

Von mir an dieser Stelle mehr als eine Kaufempfehlung, denn wer auf Gitarrenmusik steht und dieser Herren nicht kennt, hat auf jeden Fall etwas verpasst. Kaufen!

An Early Cascade - Kairos - Artwork

  1. Passengers of Today
  2. Gold
  3. Colored Sands
  4. The Waverer
  5. Light Drowning
  6. Inside
An Early Cascade - Kairos (Fleet Union, 13.11.2015)
4.5Gesamtwertung