Alaric kommt von Alarich und der war der erste König der Westgoten. Soviel steht mal fest. Dann gibt es noch eine Band aus Oakland, die ziemlich finsteren Sound macht und Alaric heißt. Und irgendwie wird das Bild rund.

Die Herren aus den Staaten treiben sich seit 2010 in den dunklen Bereichen des Punk / Rock rum und verbreiten da gewollt miese Stimmung. Ihr neues Werk „End of Mirrors“ kommt mit 7 Songs um die Ecke und sticht schon mit der Länge der Titel (teilweise über 7 Minuten) heraus. Die Songstrukturen ab dem Opener „Demon“ sind relativ einfach, aber komplett auf die schleppende und düstere Stimmung ausgerichtet. Mit dichten Soundwänden und einem ständig herausstechendem Bass ziehen dich „Alaric“ hier langsam durch ihre Welt und schubsen dabei jeden Gute-Laune-Punker vom Hochhaus.

Frontmann Shane Baker pendelt mit seinen Lyrics und seiner Stimme zwischen Wut, Verzweifelung und leider auch Monotonie, was sich in diesem musikalischen Bereich aber nicht vermeiden lässt und sogar gewollt ist.

Höhepunkte und stimmungsvolle Highlights sucht man irgendwie vergebens auf diesem Album, aber dafür zieht sich die leicht depressive Stimmung wie ein roter Faden durch alle Songs und passt damit auch genau zu dem, was man beim Cover und „Dark Punk“ erwartet.

Für Genrefans auf jeden Fall eine Empfehlung für die Herren aus Oakland.

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  1. Demon
  2. Wreckage
  3. Mirror
  4. Adore
  5. Shrinking World
  6. End of Mirrors
  7. Angel
Alaric - End Of Mirrors (Neurot Records / Cargo, 06.05.2016)
3.3Gesamtwertung