Am Samstag Abend pilgerten zahlreiche Punk- und Post-Hardcore-Fans zur Columbiahalle in Berlin um ein Teil der Bad Vibrations Tour von A Day To Remember zu sein. Opener an diesem Abend waren Moose Blood, die mit ihrem Indie-Rock-Emo Sound das Publikum sanft wach spielten. Verhältnismäßig soft und zurückhaltend spielten sie sich durch ihr Set. Mit deutlich mehr Wums und Action kamen Neck Deep um die Ecke und man merkte sofort, die Jungs sind bekannt, das Publikum hat Bock und die ersten Crowd-Surfer ließen nicht lange auf sich warten. Und auch auf der Bühne gab’s ordentlich Bewegung. Zum Abschied schmissen sie dann noch ein paar Plektren und Drumsticks in die kreischende Menge und verließen glücklich die Bühne.

Es folgte eine etwas längere Umbauphase. Doch das Publikum war heiß und gut drauf, so wurden sämtliche Hits, die im Hintergrund plenkelten lauthals mitgegrölt. Wie z. B. „Anaconda“ von Nicki Minaj, „I’m Shipping Up To Boston“ von den Dropkick Murphys und selbstvertsändlich auch „I want it that way“ von den Backstreet Boys. Zugegeben ein witziges Schauspiel. Und dann war es endlich so weit! Die Gruppe um Frontmann Jeremy kam inklusive Konfetti-Regen auf die Bühne. Jetzt gab es kein halten mehr. Massig Crowd-Surfer fanden ihren Weg nach vorne, erste Circle Pits wurden gebildet und ADTR brachte die gesamte Columbiahalle zum beben. Eine grandiose Live-Show wurde dem Publikum geboten.