Im Moment habe ich`s aber mit Österreich, denn schon flattert das nächste Album unserer Nachbarn aus der Alpen-Republik hier ein und kurz vorab – kreativ, kreativ sage ich da nur!

Dieses Mal sind es die drei Jungs von 7 Years Bad Luck, die nun ihr viertes Album „Great, Big, Nothing“ in die Waagschale schmeißen und uns mit ihrem schicken Pop-Punk begeistern wollen.

Schaut man sich den Begleitzettel des Monster Zero Labels an, dann sind dort Vergleiche zu Bands wie Jawbreaker, Alkaline Trio oder auch Descendents und NOFX aufgeführt… somit verbietet es sich natürlich, einfach an der Scheibe vorbei zu schlendern – ein feiner Schachzug… geschickt, geschickt!

Okay, zugegeben… professionelle Gelassenheit werden Andi, Giorgio und Tom ja mittlerweile haben, spielen sie doch bereits seit sechzehn Jahren als 7 Years Bad Luck zusammen und haben sie doch schon halb Europa bespielen dürfen.

Nun also „Great, Big, Nothing“ – „great sound, big lyrics, nothing to complain”, oder wie soll ich den Titel des Albums verstehen? Auch wenn die erste Nummer „No Control“ heißt, für mich behalten die Drei über die kompletten zwölf Songs immer die Kontrolle, auch wenn das eine oder andere im Leben vieler Erdenbürger „Not Okay“ ist! – hier zum Beispiel finde ich den Vergleich zu den guten alten Jawbreaker, welche ich übrigens Anfang der 90iger im Rattenloch in Schwerte erleben durfte und in die ich mich damals sofort verliebt hatte, schon sehr treffend… die Kalifornier arbeiten im Moment übrigens an neuen Sachen – nur mal so nebenbei!

7 Years Bad Luck bringen auf jeden Fall frischen Wind in meinen Player, wurde dieser in letzter Zeit doch gerne mit düsteren und depressiveren Sounds gefüttert – davon halten die Jungs mal so gar nichts… frisch und unverbraucht geben sie Gas und ob es nun die NOFX-Nummer „Giving Up“, „Takes One To Know One“ oder das von den Descendents inspirierte „Black Heart“ ist, erstaunt muss ich noch einmal auf den Beipackzettel schauen und feststellen, dass die Mucke nicht aus Kalifornien, sondern aus Salzburg kommt!

Da ich auch nach drei Runden eigentlich keine Schwachstelle erkenne, höre ich einfach auf zu suchen und gönne mir noch einen entspannten Durchgang „Great, Big, Nothing“… oder auch zwei… oder drei!

 

Titel:
1. No Control
2. Not Okay
3. Olympia
4. Giving Up
5. Paper Cuts
6. Takes One To Know One
7. Black Heart
8. Some Day
9. Let It Go
10. Another Year
11. Broken
12. When I`m Home

 

… und dann hätten wir hier noch die Tourdaten von 7 Years Bad Luck:

09.08.2017 Innsbruck (AT) – P.M.K. (w/ Chixdiggit!, Sweatpants Party)
10.08.2017 Linz (AT) – Auerhahn (w/ Face To Face, Good Riddance)
11.08.2017 Wien (AT) – Rhiz (w/ Candy Beat Camp)
12.08.2017 Wiener Neustadt (AT) – Triebwerk (w/ Pears)
24.08.2017 Klagenfurt (AT) – Mammut Bar (w/ Irish Handcuffs, Boogie Hammer)
25.08.2017 Salzburg (AT) – Rockhouse Bar (w/ Irish Handcuffs, Astpai)
26.08.2017 Ulm – The Broken Fest (w/ Irish Handcuffs, Astpai)
09.09.2017 Garmisch – Rock am Hang (w/ Kytes)

BANDPAGE

7 Years Bad Luck – Great, Big, Nothing (Monster Zero/NoReason Records, 09.08.2017)
4.4Gesamtwertung