„Brian Fallon ist der einzige Typ mit dem ich Durchbrennen würde!“ Das war viele Jahre mein Lieblingsspruch, wenn ich diverse alkoholische Getränke an den Bars dieser Welt geleert hatte. Der Name dieses bescheidenen Onlinemagazins kommt ja woher, ne!? Zumindest bis kurz vor das „Get Hurt“ Desaster. Danach war Schluß. Brian und ich mussten uns trennen. Es tat sehr weh und ich verspürte danach eine Lücke in meinem musikverrückten Herz. Eine Lücke die nach Pathos, Ankertattoos und Songs über weiße Shirts, Autos, Freundschaft, Väter, Freundinnen, Herzschmerz und die Liebe verlangte.

Plötzlich kamen die Dudes von Homebound Records dann vor einer Weile mit einer Band aus Schottland um die Ecke, bei der mich schon das Artwork und die Songtitel ansprangen. Dann hat handwritten-Buddy Nico auch noch eine Session mit den Jungs im unsichtbaren Bielefeld gemacht und ich war völlig von den Socken. Was das denn bitte!? Sollten diese jungen Schotten ausziehen mein enttäuschtes Fanherz zu beglücken? Das könnt ihr im folgenden Verlauf dieser Zeilen lesen.

 

 

 

Ja, ich weiß. Der Vergleich mit anderen Bands ist nicht so gern gesehen und nervt auch mich meistens. Aber der Sound der Schotten vom Opener „Young Poets“, über den Hit „Nobody Knows It“ bis zu „Seventeen“ erinnert mich so an gute alte „59 Sound“-Zeiten. Selbst das ich an manchen Stellen die Produktion ein wenig blechern finde, macht diesen Eindruck nur noch bewusster. Denn dieses ungeschliffene und kantige, mit einer Stimme die eindringlich, aber auch nicht perfekt ist, macht die Platte für mich so authentisch.

Ich weiß jetzt schon, dass es auch andere Stimmen gibt, die eben genau diese Ähnlichkeit kritisieren werden. So wie „die wollen nur auf den Zug aufspringen“. Ach watt. 13 Crowes haben mit ihren 10 Songs auf „Young Poets“ einen Spirit weitergetragen den es zwar schon gab, aber den ich genau so lange nicht gehört habe. Mir würden da zur Zeit vielleicht noch die Hamburger Abramowicz einfallen, aber das es dann auch.

Bei der ganzen Begeisterung finde ich dann aber doch noch ein kleines Haar in der Suppe. Denn dem „Angel auf der Shoulder“ in der abschließenden Ballade „Indiana“ bin ich irgendwie ein bisschen raus. Keine Ahnung warum, aber da wirkt der vor lauter Pathos strotzden Text, im Gegensatz zu den anderen Songs, irgendwie eine Schippe zuviel. Kann ich nicht erklären. Geschmackssache halt.

Aber der Rest vom Fest trifft mich volle Möhre da wo es weh tut. Oder gut tut. Auf jeden da, wo noch Platz war. Sorry Brian. Du bist raus. Danke nach Schottland für diese fette Platte! Kaufempfehlung!

 

01. Young Poets

02. Golden

03. Jenny Rose

04. Keep Your Sympathy

05. Waterfoot Road

06. Hope I ‘ m In Heaven

07. Nobody Knows It

08. I t ‘ s Alright Ma

09. Seventeen

10. Indiana

 

 

 

Und zu unserer Freude präsentieren wir auch noch die Tour der Schotten mit. Hier die Daten:

 

13.06.2017 DE-Bielefeld, Plan B
14.06.2017 DE-Wiesbaden, Kreativfabrik
15.06.2017 DE-Köln, Tsunami Club
16.06.2017 DE-Mönchengladbach, Das Blaue Haus
17.06.2017 DE-Walsrode, Mittendrin
18.06.2017 DE-Hamburg, Booze Cruise Festival
19.06.2017 DE-Berlin, Ramones Museum
20.06.2017 DE-Dresden, Horst
22.06.2017 CZ-Prag, Cafe Na Pul Cesty
24.06.2017 DE-Oettingen, Goldene Gans
25.06.2017 ACHTUNG: Wir vergeben ein Wohnzimmer Konzert! Meldet Euch
27.06.2017 DE-Trier, Lucky’s Luke
28.06.2017 DE-Freiburg, KTS
29.06.2017 CH-Rorschach, Treppenhaus
30.06.2017 DE-Heidelberg, Cave54
01.07.2017 DE-Enkirch, Fallig Open Air

 

13 Crowes - Young Poets (Homebound Records, 02.06.2017)
5.0Gesamtwertung