Das ich Fan von „Error“ der Hamburger Pete at the Starclub bin, weiß man spästens seit meinem Beitrag dazu. Jetzt stehen aber auch noch Supportshows für die lecker Beach Slang an, was ein paar Fragen zur Band erfordert. Beantwortet hat mir die Christian.
beachpete
Sven: Hallo Christian. Pete at the Starclub ist für mich eine der Bands, die immer wieder auf dem Radar auftaucht und eine großartige Platte gemacht hat. Was passiert aktuell bei euch?

Christian: Wir arbeiten schon wieder an der nächsten LP, die ca. 3/4 fertig geschrieben ist und ein Studiowochenende haben wir auch schon hinter uns. Da wir die nächste Platte aber auf keinen Fall selber rausbringen möchten, sehen wir zu, dass wir parallel zu den Studiosessions auch Liveshows spielen, um Argumente für Labels zu sammeln. Das läuft aber gerade ganz entspannt nebeneinander her. Wir können beide Bereiche gut bedienen und finden sogar noch Zeit, neu zu komponieren, was ja auch nicht unwichtig ist, um am Ende bestenfalls ein bisschen Auswahl zu haben.

Sven:  Ich lese immer wieder von Post-Punk, hätte euch persönlich aber eher im Indiebereich eingeordnet, wenn ich denn müsste. Auch habt ihr keine Berührungsängste vor großen Pop-Melodien. Wo liegen eure Wurzeln?

 Christian:  Unsere Wurzeln liegen schon bei melodischen Punkbands a la SAMIAM oder HÜSKER DÜ. Da Jörn aber relativ hoch und klar singt, kam auch immer mal der Verdacht zu THE SMITHS auf. Im Grunde ist es so, dass wenn wir von Post-Punk oder Post-Rock sprechen, immer die wortwörtliche Idee dahinter meinen. Da kommen dann natürlich auch Leute und sagen: Ihr klingt aber gar nicht wie GODSPEED YOU BLACK EMPEROR und das ist wahr, so klingen wir nicht. Andererseits besteht unsere Rhythmus-Sektion aus MOGWAI-Ultras und auch diesen Einfluss werden wir ab der nächsten Platte nicht mehr ganz leugnen können. Was ich an pete aber liebe ist einfach, dass wir es immer ganz gut schaffen, uns von den Songs leiten zu lassen und nicht von Schubladen.
Sven:  Für euch stehen die Supportshows für Beach Slang an, was musikalisch ziemlich geil passt. Wie kam es dazu und sind das eure größten Shows bisher?
Christian:  Vielleicht nicht die größten Shows aber bestimmt mit die, mit der meisten Beachtung. Ich habe die Band mal im Vorprogramm von KNAPSACK im Hafenklang gesehen und war sofort verliebt und mit ihrer smarten 30-Minuten-Punkrockplatte haben sie das dann bestätigt. Bei Ihrer letzten Show in Hamburg haben wir uns schon um den Support bemüht, da hat es leider nicht geklappt. Um so schöner, dass wir jetzt gleich zwei Mal das Vergnügen haben.

Sven: Nur von der Musik leben zu können, ist eine Seltenheit geworden. Was macht ihr, wenn ihr nicht gerade auf der Bühne oder im Proberaum steht?

Christian: Die unterschiedlichsten Dinge, die aber zusammen eine ganz gute Infrastruktur ergeben. Der eine kennt sich mit Verträgen aus, der andere kann den Tourbus reparieren, der nächste kann eine Kalkulation erstellen. Klar, kommerziell erfolgreich zu arbeiten, ist ein harter Weg, aber wir verlassen den reinen Hobbysektor auch so langsam. Wir sind aber ausgeruht genug, Feste zu feiern wie sie fallen.