Diese Deadnotes ey. Da spielen die in meiner Lieblingskneipe um die Ecke und ich kann nicht hin. Da spielen die in so ziemlich allen Lieblingskneipen aller Punkrockhörer der Republik und des benachbarten Auslands und die können aber alle hin. Über kaum eine andere Band habe ich von Freunden in letzter Zeit soviel gehört und selten so oft „Musste hören! Genau dein Ding!“ ins Gesicht gebrüllt gekriegt. Ja! Sie haben alle Recht!

Die dauertourenden Freiburger sehen so unscheinbar wie heiß aus und genau so wirkt ihre Musik. Auf den ersten Blick eine weitere Punkrockband, die den Indieeinschlag von der Smith Street Band und Co. versucht, dabei aber leider aus Deutschland kommt. Auf den zweiten Blick wirkt es dann eher so, als würden die Jungs den eben erwähnten Australiern den Sound erst beigebracht haben. Hier trifft Punk auf Indie auf Emo und mit einer Lässigkeit, die so unfassbar sympathisch wirkt.

Mit Leidenschaft und Herzblut schreiben die Deadnotes Songs. Mit Herzblut touren sie durch die halbe Welt und mit Talent knallen sie dabei einen Hit nach dem anderen raus. Ob jetzt „The 21st Century Blues“ oder „I’m A Dreamer“, alle Songs bohren sich so derbe in die Gehörgänge und bleiben da um dir ein fettes Grinsen ins Gesicht zu zaubern.

Und Song um Song bereue ich so sehr, dass ich sie bisher noch nicht live sehen konnte. Aber selbst aus der Konserve habe ich sie schon ins Herz geschlossen. Das müssen gute Menschen sein!

In dem einen Song geht es dann mal ein wenig krachig zu, um im nächsten gleich wieder die Tränendrüse zu drücken. Dabei bleiben sie aber immer irgendwie im Punk verwurzelt und gleiten nicht in zu nervige Heulsusenschubladen ab. Und genau das ist das Können was die Deadnotes hier an den Tag legen. Genau die richtige Stimmung treffen und von allem die richtige Portion ohne zu übertreiben oder zu geizen. Würden mehr junge Bands wie die Deadnotes sein und einfach machen was ihnen Spaß macht, ohne dabei auf Genre, Szene und das neueste Tattoo zu achten, wäre die Welt ein wenig besser und uns wären einige schlimme Metalcorescheiben erspart geblieben. Amen! KAUFEN!

 

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01. Favourite Shirts
02. The 21st Century Blues
03. All tied up
04. Stay in Touch, Stay Forever
05. Sad & Done
06. Alive
07. Boys & Girls
08. Cardboard
09. Vienna
10. I’m a Dreamer (Homesick)
11. Dead

 

Und weil die drei Herren eigentlich nix anderes als Touren machen, präsentieren wir gleich mal den ersten Teil der Release-Tour (mit vielen anderen lustigen Musiknerds):

 

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The Deadnotes - I'll Kiss All Fears Out Of Your Face (Flix / 07.10.2016)
4.7Gesamtwertung