Ist Berlin Diskret, oder nicht?

Diese Frage kann man vielleicht besser beantworten, wenn man sich das neue Album der Herren um Schmelzi, Johnny Bottrop, Don Lotzo, The Artist und Asphalt Tiger anhört und somit feststellt, dass hier wenig diskret mit den Unzulänglichkeiten dieser Zeit im Allgemeinen – und speziell in der Hauptstadt – umgegangen wird.

Rotziger Punkrock zum Pogen… nicht mehr und auch nicht wenig erwartet uns auf „Arbeiten und Wohnen“ – politisch relevant, aber immer auch mit Augenzwinkern und einem entspannten Lächeln im Gesicht.

Dreizehn Mal darf hier aufgehorcht werden und „Lustlos bewusstlos“ beginnt der Tanz auf dem Vulkan, bevor das Entertainment bei der großen Zombie Eskalation ankommt – ist es mittlerweile so dramatisch gestellt um unser aller Hauptstadt?

Kann mir bitte mal jemand erklären was „Letzte Nacht“ passiert ist?! Irgendwie habe ich das Gefühl direkt bis „2030“ durchgeratzt zu haben – auf der anderen Seite fühle ich mich gerade, als läge ich schon „20 Jahre“ tot vor dem Fernseher!

Um das liebe Thema Geld geht es auch… oder wie soll man sonst „Monsieur Le Capital“ verstehen? Und „Der Flipper“ ist ja scheinbar auch ein adäquates Mittel sich zu bereichern, auch wenn einem die stinkenden „Pisse“ irgendwann mal bis zum Hals stehen mag.

Berlin Diskret bieten uns eine gute Rutsche schönen Old-School Punkrock und gemeinsam mit den PleiteJungs bringen sie aktuell „neuen alten“ Wind in die Berliner Punkszene… und von dort direkt zu uns.

Erschienen ist „Arbeiten und Wohnen“ als Vinyl, als schickes pinkes Tape und natürlich als Download-Code.

 

Titel:
1. Lustlos Bewusstlos
2. Entertained Controlled
3. Arbeiten und Wohnen
4. Escalator Zombies
5. Letzte Nacht
6. Sex Fall
7. 2030
8. 20 Jahre
9. Monsieur Le Capital
10. Wochenendliebe
11. Der Flipper
12. Pisse
13. Mensch Lass Mich

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Berlin Diskret – Arbeiten und Wohnen (Twisted Chords/Broken Silence, 09.03.2018)
4.0Gesamtwertung