So viele Bands aus New Zealand fallen mir wirklich nicht ein, daher kannte ich BEASTWARS auch gar nicht. Bin aber auch nicht der große stoner-fuzz-Experte. Genau diese Stilrichtung bedient die Kapelle ausgiebig mit ihrem dritten output. Ich würde sagen es ist eine Schnittmenge aus KYUSS, BLACK SABBATH und MELVINS (wobei MELVINS doch viiiiieeeel cooler sind).

Die 4 Jungs machen es mit ihrem zähen, krachigem Sound nicht leicht. Die Produktion hat zwar im Gitarrenbereich Druck, ist aber (absichtlich) sehr krachig gehalten. Passt zum Gesamtkonzept. Sänger Matt Hyde schreit und jammert sich durch die Songs als wenn es kein Morgen gibt, ohne aber Glanz und Einzigartigkeit auszustrahlen. Es fehlt an Charisma an allen Ecken und Enden.

Beastwars

Die Songs leben alle vom tonnenschwerem Gitarrenriff und da ist das Problem des Albums. Alles im Gleichen Schnittmuster, keine Stimmungsspitzen oder Tempowechsel. Das Riff wird durch den Song gebraten und der Gesang wabert darüber. Alles nicht schlecht, haut einen aber auch nicht gerade aus dem Sessel.

2016 BEASTWARS-credit-DamianMcDonnell

Außer bei „The Devil Took Her„. Da darf die Akustikgitarre ran und sogar ne Oboe und ein Cello trällert darüber. Wenigstens mal etwas Abwechslung, schön melodisch dazu. Leider nur die Ausnahme. Es gibt tausende Bands die diesen Stil bedienen und viele bessere.

Unterm Strich liefern BEASTWARS ein nettes Stoner-Album mit wenig Knallerparts. Für Fans des Genres sicher interessant. Hier könnt ihr euch mal einen Eindruck verschaffen:

The Death Of All Things – Tracklisting
1. Call To The Mountain 5:25
2. Devils Of Last Night 5:21
3. Some Sell Their Souls 4:22
4. Witches 4:03
5. Black Days 4:04
6. Holy Man 5:10
7. Disappear 4:00
8. The Devil Took Her 2:22
9. The Death Of All Things 4:03
Beastwars - the death of all things (Destroy Records, 22.4.2016)
2.5Gesamtwertung